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Mg-zaun-grünSaarschleifenzaun soll weg

Mg-zaun-grünSaarschleifenzaun soll weg

Orscholz/Mettlach. Lediglich ein kleines Stück des Weges an der Saarschleife sei gefährdet. Naturverträglichere und vor allem preiswerte Maßnahmen hätten nach Ansicht des renommierten Gutachters Professor Bernhard Fröhlich zur Sicherung ausgereicht (wir berichteten bereits)

Orscholz/Mettlach. Lediglich ein kleines Stück des Weges an der Saarschleife sei gefährdet. Naturverträglichere und vor allem preiswerte Maßnahmen hätten nach Ansicht des renommierten Gutachters Professor Bernhard Fröhlich zur Sicherung ausgereicht (wir berichteten bereits). Das Land habe damit rund eine Million Euro unnötig für den Bau des Zauns "zum Fenster hinausgeworfen". Es müsse nun geprüft werden, wer die Verantwortung für das Debakel trage und auch ob entsprechende Regressforderungen möglich sind.Für Grünen-Generalsekretär Markus Tressel steht fest: "Der Bau des Zauns entpuppt sich immer mehr als Skandal. Das Land hat hier trotz klammer Kassen rund eine Million Euro für nichts und wieder nichts ausgegeben und dabei ein herausragendes Naturdenkmal beschädigt. Unabhängig davon, was auch immer die Gründe für dieses stümperhafte Vorgehen sind, kann man es nicht auf sich beruhen lassen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden und zwar umgehend." Der Landesbetrieb für Straßenbau müsse sich fragen lassen, warum er bei einem Auftragsvolumen im Millionenbereich kein Zweitgutachten eines renommierten Institutes zu Rate gezogen hat. Es müsse daher umgehend aufgeklärt werden, wie die Entscheidungsfindung gelaufen ist, die letztlich dazu führte, dass dem Steuerzahler ein nicht unerheblicher Schaden entstanden ist. Tressel: "Ich sehe den Landesbetrieb für Straßenbau und die anderen Zaunverfechter jetzt in großen Argumentationsschwierigkeiten. Das vorliegende Gutachten hat deren Argumente widerlegt."Die Grünen kündigten an, auch im saarländischen Landtag entsprechende Aufklärung betreiben zu wollen. Tressel: "Wir werden den Landtag und die zuständigen Ausschüsse noch einmal mit dieser Angelegenheit befassen. Dabei muss auch geklärt werden, was der Zaun am Ende tatsächlich gekostet hat und warum kein Zweitgutachten eingeholt wurde." red