Über die Bestie vom Wanderweg

Losheim. Es war eine etwas andere Präsentation eines Buches, wie man sie üblicherweise gewohnt ist. Kurzweil durch Diskussion hieß das Motto und so zeigte sich der Geschäftsführer der Touristik Merzig-Wadern, Peter Klein, als redegewandter Gesprächsleiter im Dialog mit Autor Hannes Wildecker und Verleger Stephan Moll vom Verlag S.MO

Losheim. Es war eine etwas andere Präsentation eines Buches, wie man sie üblicherweise gewohnt ist. Kurzweil durch Diskussion hieß das Motto und so zeigte sich der Geschäftsführer der Touristik Merzig-Wadern, Peter Klein, als redegewandter Gesprächsleiter im Dialog mit Autor Hannes Wildecker und Verleger Stephan Moll vom Verlag S.MO. Warum man sich mit 62 Jahren darauf besinnt, Kriminalromane zu schreiben, wollte Klein wissen. "Der Wunsch war immer schon da, nur nicht die Zeit", entgegnete Wildecker. "Die habe ich nun endlich." Das bedeutet, dass der ehemalige Kriminalbeamte mit dem aktiven Dienst abgeschlossen hat und die Ermittlungen an seine Protagonisten in seinen Büchern weitergegeben hat. Warum gerade Hunsrück-Krimis, war die berechtigte Frage von Klein. "Weil ich im Hunsrück aufgewachsen bin und mir die Heimat sehr am Herzen liegt", antwortete Wildecker. "Gerade der Saar-Hunsrück-Steig", der wohl bekannteste und beliebteste Wanderweg Deutschlands hat mich in seinen Bann gezogen. Ihm habe ich mein aktuelles Buch "Die Bestie vom Saar-Hunsrück-Steig" gewidmet. Diese Worte flossen natürlich wie Öl in die Gehörgänge von "Wanderpapst" Dr. Rainer Brämer, Vorsitzender des Deutschen Wanderinstituts in Marburg. "Ich finde es faszinierend, dass dieser ja noch junge Premium-Wanderweg zusätzliche Werbung durch die Literatur erfährt. Eine ganz tolle und spannende Angelegenheit." Und spannend geht es auch in dem Buch zu. Nach der Diskussion, die immer wieder musikalisch umrahmt wurde durch Ed Stevens, der aus seinem neuesten Album "Moonshadow" Cat Stevens-Songs interpretierte, las Wildecker einige Passagen vor. Am Tirolerstein nahe dem Dollbergen bei Neuhütten wird eine männliche Leiche gefunden, die auf grauenvolle Art und Weise hingerichtet wurde. Kaum haben Spürmann und seine Kollegin Leni die Ermittlungen aufgenommen, da wird ihnen auch schon der zweite Tote unter den gleichen Umständen präsentiert, dieses Mal am Lindenstein zwischen Nonnweiler und Hermeskeil.Den Ermittlern bieten sich kaum Anhaltspunkte, und ihre Nachforschungen führen sie erst einmal zurück in die Vergangenheit, zu dem Selbstmord eines 20-jährigen Mädchens, der vor acht Jahren geschah. Schockierende Situationen spielen sich in der Merziger Nervenklinik zwischen der Schattenfigur des Täters und dessen Mutter ab. Nach einer ersten handfesten Spur kommt es auch zu einer Festnahme. Wurde der Richtige in Gewahrsam genommen? Denn ein Journalist erhält seltsame anonyme Anrufe vom angeblichen Täter. Ein Trittbrettfahrer? Eine letzte Frage hatte Klein dann doch noch. Wann erscheint der nächste Hunsrück-Krimi und worum geht es darin? "Das wird schon noch einige Monate dauern", entgegnete Wildecker. "Doch der Inhalt bleibt noch geheim." Aber den Titel verriet er dann doch: "Teufelspakt". Wenn das keine Spannung verspricht. red