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Spitzengespräch zur Besoldung der Landesbeamten
Saar-Beamte müssen auf Gehaltserhöhung warten

 Ewald Linn, Landesvorsitzender des Deutschen Beamtenbunds im Saarland, billigt die Tarifvereinbarung
Ewald Linn, Landesvorsitzender des Deutschen Beamtenbunds im Saarland, billigt die Tarifvereinbarung FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Die Landesregierung hat den Landesbediensteten zwar mehr Geld als gefordert zugesichert – allerdings erst ab dem 1. August dieses Jahres. Von Teresa Bauer

Die rund 35 000 saarländischen Beamten und Pensionäre werden in den Jahren 2019, 2020 und 2021 mehr Gehalt bekommen. Die Landesregierung aus CDU und SPD hat in einem Spitzengespräch mit Gewerkschaftsvertretern beschlossen, den Tarifabschluss für Angestellte auf die Landesbediensteten zu übertragen. Allerdings mit Verzögerung. Demnach erhalten die Beamten  nicht wie gefordert jeweils zum Jahresbeginn, sondern erst zum 1. August 2019 und zum 1. Juni 2020 jeweils 3,2 Prozent sowie zum 1. April 2021 1,7 Prozent mehr Geld. Das kündigten Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) an.


Die Spitzenvertreter der Gewerkschaften reagierten verhalten auf das Ergebnis. Ewald Linn, Landesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes (DBB), nannte die Vereinbarung zwar zukunftsweisend. Eine Erhöhung um acht Prozent sei ein starkes Signal. Das Plus liegt über dem Tarifabschluss für Angestellte und ist höher als in allen anderen Bundesländern. „Dennoch werden wir nicht in Jubel verfallen. Weil wir die zeitliche Schiene des Nachholens auch in den nächsten drei Jahren haben werden.“ Der Landeshauptvorstand des DBB hat am Dienstagnachmittag das Ergebnis nach einer „kontroversen Diskussion mehrheitlich, aber nicht einstimmig“ gebilligt, sagte Linn. Wie Eugen Roth, Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) mitteilte, sollen die DGB-Mitglieder in den kommenden Tagen über den Beschluss entscheiden.

David Maaß, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sagte, dem Ergebnis so nicht zustimmen zu wollen. Die GdP fordert eine „zeitgerechte“ Gehaltserhöhung.