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CDU fordert „Pandemiebeauftragte“ für alle Schulen im Saarland

Nach den Sommerferien : CDU fordert „Pandemiebeauftragte“ für alle Schulen im Saarland

Die CDU-Fraktion im Landtag hat erneut Pandemiebeauftragte an den Schulen im Saarland gefordert.

„Es reicht nicht aus darauf zu hoffen, dass es keine zweite Welle geben wird“, erklärte Frank Wagner, der bildungspolitische Sprecher der Unionsfraktion. Man müsse auf jedes Szenario vorbereitet sein. Daher möchte Wagner, dass die Schulen über eigene Ansprechpartner verfügen, wenn die Bildungseinrichtungen nach den Sommerferien in den Regelbetrieb zurückkehren. Der jeweilige Pandemiebeauftragte solle „einen möglichen Plan B“ für seine Einrichtung erarbeiten.

Wagner schlägt vor, dass Lehrer die neugeschaffene Position übernehmen und dafür stundenweise freigestellt werden. „Die Deputatstunden, für die die Lehrkraft freigestellt wird, können aus einzelnen Bereichen des Schulbudgets ausgegliedert werden, die in der aktuellen Situation weniger dringlich sind“, sagte Wagner. Nichts habe eine „so hohe Priorität“ wie die Gesundheit von Lehrkräften und Schülern.

Die Pandemiebeauftragten sollen die Schulleitungen entlasten, mit anderen Schulen und dem Bildungsministerium vernetzt sein, als Planer und „Sprachrohr“ auftreten, wenn es um das Coronavirus geht. Auch schwebt Wagner vor, dass die Beauftragten als „Schnittstelle zu den Gesundheitsämtern“ fungieren.

Das Saarland hatte im Juni angekündigt, nach dem eingeschränkten Unterricht der vergangenen Monate nach den Ferien den Regelbetrieb an den allgemeinbildenden Schulen wieder aufnehmen zu wollen. Zuletzt war den Schulen ein überarbeiteter Hygieneplan zugegangen, der unter anderem vorsieht, das Abstandsgebot innerhalb der Klassenräume aufzuheben, was die Bildungsgewerkschaft GEW ablehnt.