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CDU-Chef Merz - Speicher: „Rückenwind für Landtagswahl für CDU Saar“

Neuer CDU-Chef Friedrich Merz : Marc Speicher: „Das gibt uns als CDU Saar Rückenwind für die Landtagswahl“

Friedrich Merz ist neuer Parteivorsitzender der CDU Deutschlands. In den Vorstand der CDU wurde mit fast 64 Prozent auch Marc Speicher, saarländischer Landtagsabgeordneter, gewählt. Er äußerte sich gegenüber der SZ zur Wahl.

„Das gibt uns als CDU Saar Rückenwind für die Landtagswahl. Das zeigt den Stellenwert, den die CDU Saar innerhalb der CDU Deutschlands genießt“, erklärte der Saarlouiser CDU-Politiker Marc Speicher gegenüber der SZ. „Ich freue mich persönlich aber vor allem für uns als CDU Saar für dieses sehr starke Ergebnis, das bei einem Rekordbewerberfeld mit der höchsten Anzahl an Bewerbern erreicht wurde.“

Eine Gruppe von 17 CDU-Kreisvorsitzenden aus Thüringen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen hat unterdessen gefordert, dass der künftige Parteichef Friedrich Merz auch den Fraktionsvorsitz übernimmt. „Nach dem historisch schlechtesten Wahlergebnis der CDU seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland gehört der Parteivorsitz und der Fraktionsvorsitz in eine Hand, damit die Union als starke konstruktive und bürgerliche Oppositionskraft sichtbar wird“, berichten das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und das Nachrichtenportal „ThePioneer“ aus einem ihnen vorliegenden Schreiben der Kreischefs. Insgesamt hat die CDU mehr als 300 Kreisverbände.

Merz hat bislang öffentlich offen gelassen, ob er auch den Chefposten in der Bundestagsfraktion anstrebt. Der amtierende Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) hat mehrfach deutlich gemacht, dass er das Amt gerne behalten würde. Brinkhaus ist vorerst bis zum 30. April gewählt. Die damalige CDU-Chefin und spätere Kanzlerin Angela Merkel hatte Merz im Jahr 2002 als Fraktionsvorsitzenden verdrängt. Dem Fernsehsender Welt-TV sagte Merz, ob er nun Brinkhaus genauso verletzen würde wie die damalige CDU-Vorsitzende ihn im Jahr 2002: „Verletzen tut Friedrich Merz niemanden, sondern wir reden vernünftig miteinander.“ Das Thema stehe heute nicht auf der Tagesordnung.