Die geplante Fusion im Blick

St. Wendel/Bärenbach. Nach einer kurzen liturgischen Besinnung zum Thema Zuhören von Ortspfarrer Thomas Lehr, konnte der Superintendent des gastgebenden Kirchenkreises St. Wendel, Gerhard Koepke, eine große Anzahl von Gästen begrüßen. Gerhard Koepke informierte die Synodalen über die aktuelle Situation in den Kirchenkreisen Birkenfeld und St

St. Wendel/Bärenbach. Nach einer kurzen liturgischen Besinnung zum Thema Zuhören von Ortspfarrer Thomas Lehr, konnte der Superintendent des gastgebenden Kirchenkreises St. Wendel, Gerhard Koepke, eine große Anzahl von Gästen begrüßen. Gerhard Koepke informierte die Synodalen über die aktuelle Situation in den Kirchenkreisen Birkenfeld und St. Wendel sowie über die Ergebnisse der bisherigen Beratungen. Dabei nannte er äußere und innere Gründe für die Veränderungen. Zu den äußeren Gründen gehört der Rückgang der Gemeindegliederzahlen und der damit einhergehende Rückgang des Finanzvolumens. In den letzten zehn Jahren hat der Kirchenkreis St. Wendel 8,7 Prozent seiner Gemeindeglieder verloren, der Kirchenkreis Birkenfeld 10,7 Prozent. Innere Gründe für die Veränderungen seien die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden, abnehmende Leistungsfähigkeit durch begrenzte personelle Ressourcen sowie immer mehr Verwaltungsaufgaben für den einzelnen Kirchenkreis. Als Chancen der Neubildung werden Zukunfts- und Leistungsfähigkeit, Synergieeffekte und eine sinnvollere Gliederung der Regionen erachtet. Wiederholt wurde von den Verantwortlichen darauf hingewiesen, dass für die Gemeinden keine Mehrkosten entstehen sollen. Es gibt bisher in zwei Bereichen Beschlüsse der beiden Kreissynodalvorstände im Zusammenhang mit der geplanten Neugründung. Im Blick auf die kreiskirchlichen Mitarbeitenden soll kein bestehendes Arbeitsverhältnis gekündigt werden und vor Neueinstellungen in einem Kirchenkreis erfolgt eine Absprache unter den Kreissynodalvorständen. Im Blick auf die Pfarrstellen sollen Pfarrstellen ausschließlich zu 100 Prozent besetzt werden, es soll ohne Not nicht in bestehende Pfarrstellen eingegriffen werden, es sollen Besetzungen innerhalb der beiden Kirchenkreise erfolgen. Koepke stellte auch die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem gemeinsamen Kirchenkreis vor. Nach der gemeinsamen Synodaltagung am Samstag folgen bis zu den Herbstsynoden der beiden Kirchenkreise Beratungen in den Gemeinden und Regionen. Konkret erfolgt diese Anhörung der Kirchengemeinden durch die Kreissynodalvorstände vom 8. September bis 17. Oktober. Bei den Herbstsynoden im November müssten schon konkrete Beschlüsse gefasst werden, damit der neue gemeinsame Kirchenkreis bis 2010 gegründet werden kann. Die Aussprache über die vorgetragenen Umbildungsmaßnahmen moderierte Superintendent Christoph Pistorius vom Kirchenkreis Trier. Während des Austauschs wurde deutlich, dass alle Kirchengemeinden unter einem hohen finanziellen Druck stehen. Der Superintendent des Kirchenkreises Birkenfeld Edgar Schäfer wies jedoch darauf hin, dass das Zusammengehen der Kirchenkreise zunächst weder eine Be- noch eine Entlastung der Haushalte der Kirchengemeinden bedeute. Es bestehe aber die Hoffnung, dass es durch das Ausnutzen von Synergieeffekten im Laufe der Zeit doch zu einer deutlichen Entlastung für die Gemeinden kommt. Genaue Haushaltszahlen der bestehenden Kirchenkreise sowie des zu gründenden Kirchenkreises sollen den Synoden im Herbst vorgelegt werden. red