73 Absolventen - Mädchen haben Traumnoten

73 Absolventen - Mädchen haben Traumnoten

Birkenfeld. Für 73 Schüler der Oberstufe des Birkenfelder Gymnasiums ist der Traum von der bestandenen Abiturprüfung Wirklichkeit geworden: Sie erhielten ihre Reifezeugnisse und feierten zusammen mit mehr als 500 Gästen in der Aula das Ende von neun Jahren Schulalltag

Birkenfeld. Für 73 Schüler der Oberstufe des Birkenfelder Gymnasiums ist der Traum von der bestandenen Abiturprüfung Wirklichkeit geworden: Sie erhielten ihre Reifezeugnisse und feierten zusammen mit mehr als 500 Gästen in der Aula das Ende von neun Jahren Schulalltag."Alle Abiturienten haben in diesem Jahr das gymnasiale Ziel erreicht und mit dem Abschluss ihrer mündlichen Prüfung den Schul-TüV bestanden", stellte Oberstudiendirektor Werner Klenner stolz und zufrieden fest. Dabei waren es in diesem Jahrgang besonders die jungen Damen, die nicht nur die zählbare Überhand in ihrer Stufe hatten, sondern unter den 15 besten Absolventen konnten zehn von ihnen mit den Traumnoten zwischen 1,2 und 1,9 glänzen. Klenner erklärte, dass mit diesem Abschluss der Weg in die Freiheit geebnet sei. "Freiheit ist Selbstbestimmung, Anstrengung und aktive Beteiligung - doch sie braucht auch immer einen gefestigten Orientierungsrahmen". Klenner dankte den Eltern und Familien für ihre Fürsorge und Hilfestellung, als auch den Lehrern, Sekretärinnen und anderen Schülern für ihre Unterstützung.

Elternvertreter Volker Mankiewicz machte den Schülern klar, dass das Abitur "lediglich eine Eintrittskarte ins zukünftige Leben" sei. Mit dem Abgang aus der Schule werde Abschied genommen, um neue, eigene Wege zu beschreiten - Wege, auf denen "das Lernen" jedoch ein lebenslanger Begleiter sein wird. Auch für die Eltern komme es mit dem Abitur zu Veränderungen - ihre Kinder seien zu jungen Erwachsenen geworden. "Auch wir Eltern müssen lernen, Abschied zu nehmen".

Die Schülersprecher Franziska Bolt, Tim Rumpel und Karim Djordjevic fanden ebenfalls passende Worte. "Ein Mensch muss lernen, nur Ochsen büffeln" - eine Tatsache, die beweist, dass die Schulzeit mehr als nur das Wälzen von Fachliteratur war, sondern auch auf das Leben vorbereitet. Sie ehrten einige Abiturienten für ihre Arbeit in der Schülervertretung.

Oberstudienrätin und Stufenleiterin Brigitte Orth war stolz, allen zum Abitur Zugelassenen auch zum Bestehen zu gratulieren. "Nach dem ersten Jahr Oberstufe haben uns 19 Schüler verlassen, da sie die Schule als einen Luxusdampfer sahen, auf dem man sich nicht anstrengen muss, um voran zu kommen". Die verbliebenen 73 haben es besser gemacht und seien nun stark genug, ihren eigenen Weg zu gehen, während Orth "im Heimathafen zurück bleibt". Mit den Worten Aristoteles" "Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen" entließ Orth ihren Jahrgang.

Die Abiturientinnen Loretta Reichsgräfin von Plettenberg und Ann-Charline Weber sprachen für ihre Mitschüler, als sie sagten, dass das Abitur, so lange man auch darauf hin gearbeitet habe, "nun doch plötzlich kam und unwirklich erscheint". Die Absolventen werden das Gymnasium mit gemischten Gefühlen verlassen. Sie sind froh, diese Hürde genommen zu haben, doch nun heißt es "seinen eigenen Platz im Leben zu finden, eigene Entscheidungen zu treffen, die ihnen bisher oft von Familie oder Lehrern abgenommen wurden".

Neben den Reden, der Zeugnisausgabe und Ehrungen für besondere Leistungen setzten Musik, Tanz und Theater Akzente während des fast vierstündigen Programms. Schülerinnen des kommenden Abiturjahrgangs führten unter der Leitung von Sportlehrerin Elke Kolb einen Ausdruckstanz vor und die Theater-AG (Leitung: Andrea Wollmerstädt und Norbert Klinger) holte die Abgänger mit witzig gespielten Anekdoten für kurze Zeit auf die Schulbank zurück. Die Musikgruppe "Angry Someones Unplugged" mit Jens Kruhl spielte "friends will be friends" und "Don"t look back in anger". Die Abiband (Christian Weber, Jonas Schweig und Benjamin Spieler) untermalte ihre Diashow mit Livemusik. Stehende Ovationen verdienten sich die Abiturientinnen Marcela Lopez mit Gesang und Lisa-Marie Schmitt mit der Klavierbegleitung bei Schuberts "Gute Nacht" und dem Abschlusslied "Time to say goodbye".

Auf einen Blick

Die Absolventen: Carolin Antes, Benjamin Spieler (beide Achtelsbach), Anna Catharina Ballbach (Abentheuer), Natalie Braun, Philipp Elrich, Kim-Aline Ingledue, Belinda Adeola Julius, Lisa-Marie Schmitt, Elisa Thomas, Ann-Kathrin Tomilson (alle Baumholder), Johanna Brachmann, Madeline Andrea Delbé, Dennis Eiler, Pascal Gräf, Michelle Kaufmann, Lukas Kirsch, Dorothea Martini, Ramona Michele Müller, Christina Maul, Sina Pauly, Julia Platz, Ernst Michael Porcher, Kai Reiner Reder, Loretta Arnolde Iris Reichsgräfin von Plettenberg, Susanne Scherer, Daniel Schramm (alle Birkenfeld), Johannes Lang, Jennifer Reißner, Katrin Schaaf, Anna Sophie Schuch, Josephine Schuch (alle Brücken), Ann Christin Becker, Anna Marcela Lopez (beide Rückweiler), Anna Theresa Blunz, Lisa Cathrin Geminn, Isabel Busch (alle Rinzenberg), Mike Brenner (Gimbweiler), Marc Marcel Buch (Leisel), Patrick Carius (Berschweiler), Stefan Chomiak, Lisa Emmerich, Anjell Sophie Korb, Linda Winkler, Uljana Veresokin (alle Hoppstädten-Weiersbach), Dominik Fuchs, Julian Johannes Lukas, Jonas Müllenbach (alle Niederbrombach), Julia Christina Freytag, Benedikt Staudt (beide Nohfelden), Kevin Patrick Giemza, Ann-Charline Weber, Michael Kugler (alle Nohfelden Türkismühle), Katharina Katja Pfordt (Nohfelden Bosen), Michael Kirch (Nohfelden Neunkirchen), Natascha Rein, Jonas Elias Schweig (beide Nohfelden Wolfersweiler), Christoph Schwickert (Nohfelden Eisen), Christian Weber (Nohfelden Gonnesweiler), Sascha Stefan Eifler, Karsten Martin, Fabian Philipp Wagner (alle Nohfelden Sötern), Saskia Martin (Reichenbach), Corinna Leopold (Hahnweiler), Julian Märker (Dienstweiler), Matthias Martini, Tim Lukas Natter (beide Ruschberg), Anastasia Schwindt (Reichenbach), Florian Sicks (Börfink), Esther Mirjam Spindler (Schwollen), Vanessa Spreier (Sonnenberg), Nina Schellenberg (Oberbrombach), Anna Catharina Alscher (Oberhambach), Lisa Annabel Weber (Schmißberg). redAuf einen Blick

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