Plötzlich waren nur noch zwei Spieler da

Marpingen. Revanche geglückt: Mit 30:24 (16:10) haben die Handballer des Saarlandligisten HSG Nordsaar am Samstag den TV Birkenfeld/Nohfelden bezwungen und sich damit Genugtuung für die 19:21-Niederlage im Hinspiel verschafft

Marpingen. Revanche geglückt: Mit 30:24 (16:10) haben die Handballer des Saarlandligisten HSG Nordsaar am Samstag den TV Birkenfeld/Nohfelden bezwungen und sich damit Genugtuung für die 19:21-Niederlage im Hinspiel verschafft. Nordsaar fand in der gut besuchten Marpinger Sporthalle recht schnell ins Spiel und zeigte nach der 24:28-Niederlage beim TBS Saarbrücken gleich zu Beginn die von Rückraumspieler Lars Kraus angekündigte Jetzt-erst-recht-Mentalität. So stand es nach etwas mehr als acht Spiel-Minuten 5:1 für die Heim-Sieben, und Gästetrainer Ingo Reidenbach zog die Notbremse: Auszeit.Starke erste HalbzeitDie kam gerade richtig, denn in der Folge kamen die Gäste etwas besser ins Spiel und verkürzten bis zur 17. Minute auf 6:8. Und auch wenn es schließlich mit 16:10 für die HSG in die Pause ging, war Reidenbach mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "In der Hinrunde wären wir nach so einer Anfangsphase wahrscheinlich völlig eingebrochen, inzwischen sind wir so weit, dass wir uns ins Spiel zurückkämpfen können." Auch sein Gegenüber hatte am Spiel seiner Mannen in den ersten 30 Minuten wenig zu bemängeln. Manfred Wegmann: "In der ersten Halbzeit haben wir stark gespielt. Vor allem Lars Kraus war heute wirklich super drauf", lobte der Handball-Lehrer seinen Rückraumspieler. Nicht zufrieden war Wegmann mit dem Beginn der zweiten Hälfte: "Da waren wir im Rückraum zu nachlässig, in dieser Phase hätten wir viel aggressiver rausgehen müssen." Anders die Gäste, die hoch motiviert aus der Kabine kamen, sich Treffer um Treffer rankämpften und in der 49. Minute den Anschluss zum 22:23 erzielten. "Das war der Punkt, an dem es hätte kippen können", war HSG-Übungsleiter Wegmann nach dem Spiel die Anspannung noch deutlich anzumerken. Dass es nicht kippte, war zum einen dem stark auftrumpfenden HSG-Torwart Michael Jühnke zu verdanken, zum anderen aber dem Schiedsrichtergespann, das vier HSG-Spieler gleichzeitig mit Zeitstrafen auf die Bank schickte. Wegmann schildert die Schlussphase aus seiner Sicht: "Als wir nur noch mit zwei Spielern auf der Platte standen, wurden wir wieder wach. Und auf einmal war das Publikum da." Mit dem bekannten Endergebnis.Aufwärtstrend beim TVBTVB-Trainer Reidenbach war trotz der Niederlage stolz auf seine Truppe: "Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat: Das war eine super Leistung heute. Wenn wir uns in den kommenden Spielen auch so präsentieren, schaffen wir den Klassenverbleib, davon bin ich überzeugt." Der TVB war monatelang das Schlusslicht der Liga, arbeitete sich aber durch drei Heimsiege in Folge wieder heran. Auch wenn das Team durch den 24:23-Überraschungssieg von Dudweiler in Überherrn auf den vorletzten Platz zurückfiel, beträgt der Abstand zum Mittelfeld der Tabelle nur drei Punkte. tog

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