Ein neues Konzept: Ganz nah an der Praxis studieren

Ein neues Konzept: Ganz nah an der Praxis studieren

Birkenfeld. Eine gewerbliche Ausbildung gekoppelt mit einem Fachhochschulstudium: Das bietet der Duale Bildungsweg, der am Umwelt-Campus Birkenfeld der Fachhochschule Trier angeboten wird

Birkenfeld. Eine gewerbliche Ausbildung gekoppelt mit einem Fachhochschulstudium: Das bietet der Duale Bildungsweg, der am Umwelt-Campus Birkenfeld der Fachhochschule Trier angeboten wird. Für den Studiengang Produktionstechnologie mit international anerkanntem Bachelor-Abschluss in Kombination mit einer Ausbildung zum Industriemechaniker werden für 2009 noch kooperierende Firmen und Bewerber mit Fachhochschulreife gesucht. Der in Kooperation mit dem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) und der Berufsbildenden Schule (BBS) Wittlich als Pilotprojekt konzipierte Ausbildungsgang wurde im Sommer 2008 erfolgreich mit sechs Abiturienten und ihren Ausbildungsbetrieben gestartet. Das erste Jahr ist noch geprägt durch die Berufsausbildung im ÜAZ oder im Ausbildungsbetrieb und wöchentlichen Berufsschulunterricht an der BBS Wittlich. Die Einschreibung in den Studiengang erfolgt zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres im Herbst 2009. Im Vordergrund steht auch hier die praktische Ausbildung, ergänzt durch 14-tägige Berufsschultage und erste Vorlesungsblöcke am Umwelt-Campus. Ab dem dritten Jahr steht die akademische Ausbildung im Mittelpunkt. Während der vorlesungsfreien Zeit werden praxisorientierte Blöcke im Ausbildungsbetrieb abgeleistet und die Facharbeiterprüfung vor der IHK abgelegt. Mit dem Studienabschluss wird am Ende des vierten Jahres der akademische Grad "Bachelor of Engineering" erworben. Da gerade im produzierenden Gewerbe der Anteil an hochqualifizierten Mitarbeitern steigt, sind Duale Studiengänge besonders geeignet, diesen Bedarf zu decken: Betriebe und Unternehmen profitieren von praxisnah ausgebildeten Hochschulabsolventen, die den Betriebsablauf aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennen und daher schneller verantwortliche Tätigkeiten übernehmen können. Zudem kann eine Ausbildung gewährleistet werden, die den Absolventen stärker für unternehmensspezifische Tätigkeiten qualifiziert. Aber auch für die Azubis ergeben sich Vorteile: Durch die organisatorische und inhaltliche Abstimmung von Ausbildungs- und Studieninhalten verkürzt sich die Ausbildungsdauer auf vier Jahre und führt zu zwei berufsqualifizierenden Abschlüssen - einen Facharbeiter- oder Gesellenbrief und einem Fachhochschulabschluss. Damit verbunden ist ein früher Berufseinstieg mit fließendem Übergang vom Studium in den Beruf. Gleichzeitig werden in der Praxis Sozialkompetenzen wie Problemlösungsvermögen, Kommunikations- und Teamfähigkeit trainiert. Während der Ausbildung ist eine finanzielle Sicherheit durch eine Ausbildungsvergütung gegeben, nach Abschluss des Studiums ergeben sich hervorragende Job- und Karrierechancen. red

Auf einen BlickBewerber oder Betriebe, die an dem im Herbst beginnenden zweiten Ausbildungsgang teilnehmen möchten, erhalten nähere Informationen unter: Umwelt-Campus Birkenfeld der FH Trier, Prof. Dr. Ing. T. Preussler, Tel. (06782) 171164, E-mail: t.preussler@umwelt-campus.de oder ÜAZ Wittlich, Detlef Wiese, Tel. (06571) 978722, E-Mail: dwiese@ueaz-wittlich.de red

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