Aktionsgemeinschaft droht das Aus

Aktionsgemeinschaft droht das Aus

Wallerfangen. Seit Längerem wackelt die Garde der Aktionsgemeinschaft. Es gibt altersbedingte Ausfälle, andere Mitglieder sind überlastet oder wollen einfach nicht mehr. Deshalb existiert momentan kein funktionierender Vorstand

Wallerfangen. Seit Längerem wackelt die Garde der Aktionsgemeinschaft. Es gibt altersbedingte Ausfälle, andere Mitglieder sind überlastet oder wollen einfach nicht mehr. Deshalb existiert momentan kein funktionierender Vorstand.Bereits zwei Termine habe es gegeben, stellt Ortsvorsteher Hans Joachim Larivière der Saarbrücker Zeitung dar, um die erforderliche Mannschaft zusammen zu bekommen. Einmal im Mai diesen Jahres und dann wieder im Juli. Nur wenige Vereinsvertreter seien dort gewesen. Jetzt steht am Mittwoch die letzte Gelegenheit an, die Aktionsgemeinschaft fortzuführen. Denn "wenn die Tür einmal zu ist", sagt Larivière, dann werde es schwer, sie wieder aufzumachen. "Ich selbst brauche das nicht, aber es ist wichtig für die Vereine."

Als Ortsvorsteher von Wallerfangen ist Larivière automatisch Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft. Nur ohne helfende Mannschaft gehe es nicht. "Ich kann das nicht alles alleine machen." Die Kirmes sei zu organisieren, der Fette Donnerstag, der seit 35 Jahren stattfindende Christkindlmarkt. "So zwei, drei Leute sind noch da", sagt Larivière. Zu wenige für anstehende Aufgaben. Beispielsweise müssten für den Christkindlmarkt längst um die 140 Einladungen raus, damit diese weit über Wallerfangen bekannte Veranstaltung auch 2012 gut über die Bühne geht. Doch ohne schlagkräftige Truppe blieben solche wichtigen Dinge liegen, bedauert Larivière.

"Wenn das mal wegbricht, kommt es vielleicht nicht mehr auf die Beine", befürchtet er für die Aktionsgemeinschaft. Deshalb setzt er sich weiter für den Fortbestand ein. "Bevor da nicht wirklich ein Schlussstrich gezogen ist, gebe ich nicht auf."

Larivière bittet nun alle Wallerfanger Vereine, die wohl letzte Chance für die Aktionsgemeinschaft zu nutzen und Vereinsvertreter zu schicken. Denn es sei "die Entscheidung der Vereine, ob es mit der Aktionsgemeinschaft weitergehe". Die Zukunft der Wallerfanger Aktionsgemeinschaft entscheidet sich in der Sitzung am kommenden Mittwoch, 8. August, um 20 Uhr im Probenraum des Männergesangvereins in der ERS Wallerfangen.

Meinung

Arbeit ruht auf vielen Schultern

Von SZ-RedakteurinMargret Schmitz

Was etwas wert ist, merkt man oft erst, wenn es nicht mehr da ist. Lange Zeit organisierte die Aktionsgemeinschaft der Wallerfanger Vereine viele Veranstaltungen - Kirmes, Fetten Donnerstag, Christkindlmarkt - mit großem Erfolg. Alles Dinge, die nur machbar sind, wenn sich die Arbeit auf viele Schultern verteilt. Nun droht das Aus, weil offenbar immer weniger Bürger bereit sind, sich zu engagieren. Wenn sich keine Lösung findet, wird Wallerfangen einiges missen müssen.

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