Regen bremst Wanderer nicht aus

Zahlreiche Wanderer ließen sich ihre Stimmung vom regnerischen Wetter nicht vermiesen und zogen dennoch gut gelaunt durch die Gegend – so wie es sich für den 1. Mai schließlich auch gehört.

Für das Erblühen in der Natur war der Regen am 1. Mai geradezu notwendig. Dennoch waren viele Wattweiler und Freunde der Kulinarischen Blütenwanderung unterwegs und ließen sich's nicht verdrießen. An sechs Plätzen rund um Wattweiler konnten Wandermüde rasten und neue Kräfte tanken.

Wer zu müde zum Heimlaufen war, den las der Kässchmeer-Shuttle auf - kostenlos. Sabine Blatt war aus Hengstbach gekommen. "Das Blütenfest ist bei uns ja ausgefallen, doch irgendetwas findet dennoch statt, die ehemaligen Straußbuben wollten was arrangieren", sagt sie. Sandra Lewis kommt aus Mittelbach. Am 1. Mai muss der Mensch unterwegs sein, so bekräftigen die, die gerade unterwegs sind. Eine zehnköpfige Freundesgruppe aus Webenheim ist mit einem stabilen Bollerwagen mit Stereosound angewandert. Die Stimmung ist bestens.

Roland Loch vom Vorstand des Obstbauvereins Wattweiler bereitet leckere Flammkuchen an drei Herdstellen zu, die zu einer Einheit zusammengeschweißt sind, die Schornsteine rauchen. "Dieses Maifest ist immer unsere erste Aktion im Jahr, jetzt folgt noch die Maiwanderung, im Juni fahren wir zur Landesgartenschau nach Landau, im Juli ist der Sommerschnitt der Obstbäume und im August das Sommerfest. Und dann fängt auch schon bald wieder die Obstsaftpresserei an", erzählt er. Und das Jahr für Jahr in ununterbrochener Folge.

Bei den Schützen in Wattweiler herrscht reger Betrieb, die Schießhalle ist zu einem gemütlichen Aufenthaltsraum umgewandelt, in dem sich gut sitzen und sich unterhalten lässt bei Blütenwanderungs-"Brodworschd" rot und weiß. Ähnlich bei den benachbarten TuS-Freunden. Sie sitzen in ihrer großen Halle im Trockenen. Vorsitzender Harald Nentwig meint: "Für uns hier unter Dach und Fach ist der Regen prima, und für unseren Rasenplatz auch, es war die Tage einfach zu trocken!"

Zum Rasten boten sich noch an: die CDU auf dem Dorfplatz im Zelt, das Luis Bistro mobil, der Mölschbacher Hof und mittendrin für Picknicker. Es gab sicherlich schon schöneres Blütenwanderungswetter, aber schön war es dennoch.