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Wsserball-Oberligist SV Neunkirchen weiß nicht, ob Saison fortgesetzt wird

SV Neunkirchen : Wasserballer sitzen auf dem Trockenen

Oberligist SV Neunkirchen befindet sich wie so viele Sportvereine derzeit „in der Warteschleife“, wie die Vorsitzende Silke Rammo sagt. Auch die 440 Vereinsmitglieder sehnen ein Ende der Zwangspause herbei.

Für die Oberliga-Wasserballer des Schwimmvereins (SV) Neunkirchen ist es in dieser Saison sportlich bislang noch nicht wunschgemäß gelaufen. Zum Zeitpunkt der Unterbrechnung der Runde im März belegten die Neunkircher mit 2:8 Punkten Platz sieben – den letzten Tabellenrang. Spitzenreiter ist der ungeschlagene saarländische Lokalrivale SV Friedrichsthal (8:0 Zähler). Es folgen der SSV Trier, der WSV Ludwigshafen II, der Kaiserslauterner SK und der SC Neustadt II. Die Mannschaft von Poseidon Worms liegt punktgleich vor den Neunkirchern auf Rang sechs. Zumindest ein Erfolgserlebnis durften die Hüttenstädter in der laufenden Runde feiern. Kurz vor Weihnachten bezwang Neunkirchen Ludwigshafen im Heimspiel knapp mit 14:10.

Ursprünglich sollte die Saison am Sonntag, 28. Juni enden. Ob sie aufgrund der Corona-Pandemie überhaupt noch fortgesetzt werden kann, steht derzeit in den Sternen. Zuletzt brachte Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann zwar die Überlegung ins Spiel, dass die Mitglieder der Neunkircher Vereine die drei Bäder in der Stadt wieder nutzen dürfen (siehe Seite C3). Allerdings würden dafür strenge Sicherheitsregeln befolgt werden müssen. Ein Kontaktsport wie Wasserball würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bei einer teilweisen Öffnung der Bäder weiterhin nicht erlaubt sein.

In dieser ungewöhnlichen Zeit steht also auch für die Wasserballer die Sportwelt still. Zu tun hat die SV-Vorsitzende Silke Rammo trotzdem genug. Die 48-Jährige war im Mai vergangenen Jahres in die großen Fußstapfen ihres Vaters Uwe Merkel getreten, der den Verein 39 Jahre lang geführt hatte. Derzeit hat der SV Neunkirchen 440 Mitglieder. „Unsere 21 Wasserballer nehmen bei uns eine wichtige Rolle ein, sie repräsentieren den Verein auch über die saarländischen Landesgrenzen hinaus“, sagt Rammo. Und ergänzt: „Noch hat der Verband keine Entscheidung darüber getroffen, wann die Sportler wieder ins Wasser dürfen. Ich denke, uns geht es derzeit wie vielen anderen Sportarten auch: es fühlt sich an, als wären wir in einer Art Warteschleife.“ Verständnis für die Zwangspause hat die Vorsitzende – natürlich – trotzdem. „Im Vordergrund steht ganz klar die Gesundheit“.

Spielertrainer der Wasserballer ist Uwe Schirra. Ihm wäre wichtig, in Zukunft noch mehr Jugendliche zu den Trainingseinheiten begrüßen zu dürfen. Momentan steigen für den Verein lediglich zwei Jungs unter 18 Jahren ins Becken.

Dass die durchwachsene sportliche Bilanz daran schuld ist, glaubt Rammo nicht. „Gewinnen macht immer mehr Spaß“, weiß sie. Vor allem auswärts sei es aufgrund der weiten Fahrten und der hohen zeitlichen Belastung nicht immer einfach, den stärksten Kader auf die Reise zu schicken. Trotzdem sei die Stimmung in der Mannschaft gut: Alle Spieler sind mit Feuereifer dabei und wir konnten bislang zu jeder Partie antreten.“

Zu „normalen“ Zeiten trainiert das Team dienstags ab 19 Uhr und donnerstags ab 20 Uhr im Neunkircher Bad Die Lakai. In den Sommermonaten kommt montags ab 18 Uhr eine weitere Übungseinheit im Springerbecken des Limbacher Schwimmbades hinzu.

Beim SV Neunkirchen wird im Becken aber nicht nur Wasserball angeboten. Es gibt neben Anfängerschwimmkursen, Schwimmtraining und Wassergymnastik auch Aqua Tabata. Bei diesem Intervalltraining mit Musik im Wasser werden sämtliche Muskelgruppen beansprucht. „Sobald wir wieder in allen Disziplinen am Start sind, ist jederzeit ein Schnuppertraining möglich. Wir freuen uns bereits sehr darauf, wenn es wieder losgeht“, sagt die Vereinsvorsitzende.

schwimmverein-neunkirchen.de