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Christoph Legner: Ausstellung im Nardini-Klinikum St. Elisabeth Zweibrücken

Ausstellung von Zweibrücker Künstler, Arzt und Politiker : Frisches Alterswerk mit Pinsel und Schere

Der 94-jährige Christoph Legner stellt ab diesem Sonntag im Zweibrücker Nardini-Klinikum neueste Arbeiten aus.

Regional und überregional kennen viele den Zweibrücker Dr. Christoph Legner, geboren 1925 in Pirmasens. Medizin studierte er in München und besuchte nebenbei die Kunstakademie. Maltalent wurde ihm in die Wiege gelegt. An der Uni avancierte er zum anatomischen Zeichner. Später ließ er sich als Facharzt für Urologie in Zweibrücken nieder, bis 1990. Von 1964 bis 2008 saß er im Zweibrücker Kulturausschuss, 1994-2005 im Stadtrat. Bis 1995 war Legner Vorsitzender des Kunstvereins Zweibrücken.

In all den Jahren malte und zeichnete er mit Begeisterung. Man kann ihn ohne Zögern unter anderem als Chronisten der Stadt Zweibrücken und auch der Region benennen. Jetzt ist Legner 94 Jahre alt. Von seinem langen Leben ist er körperlich gezeichnet, doch seine Liebe zur Kunst ist ungebrochen. Er will, er muss bald jeden Tag zurück an seinen Arbeitstisch. Feinstrichig zu zeichnen geht nicht mehr, die Hände wollen nicht so. Eine andere, für ihn neue Technik musste her. Collagen sind jetzt seine Leidenschaft. Er schneidet aus farbigem Papier einzelne Figuren nach seinen Vorstellungen aus und fügt sie zu schlüssigen Kompositionen zusammen und verklebt sie zu einem Ganzen. So entstehen farbintensive Stillleben mit Blumen und Vasen und vielerlei Dingen. Zum Teil malt er mit Farbe Kleinigkeiten dazu. Eine ganze Wand in seinem Haus ist mit solchen gerahmten Werken ausgefüllt und hinterlässt starke Eindrücke. An anderer Stelle hängen Stadtansichten, gearbeitet nach gleichem Muster, natürlich dürfen Zweibrücker Motive nicht fehlen. Bald 50 Bilder aus den letzten 18 Monaten sind ab diesem Sonntag im Zweibrücker Nardini--Klinikum ausgestellt.

Vernissage ist am 3. November um 10 Uhr. Christoph Legner ist anwesend.