Alkohol nur noch für Reisende

Zweibrücken. Tankstellen dürfen ab sofort in Zweibrücken nachts Alkohol nur noch in geringen Mengen und nur an Reisende verkaufen. Eine entsprechende Verfügung ist nach Angaben von Willi Holderbaum, dem Leiter des Ordnungsamtes, den Betroffenen zugegangen. "Einen aktuellen Bezug gibt es nicht", erklärt Holderbaum in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur

Zweibrücken. Tankstellen dürfen ab sofort in Zweibrücken nachts Alkohol nur noch in geringen Mengen und nur an Reisende verkaufen. Eine entsprechende Verfügung ist nach Angaben von Willi Holderbaum, dem Leiter des Ordnungsamtes, den Betroffenen zugegangen. "Einen aktuellen Bezug gibt es nicht", erklärt Holderbaum in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Es werde lediglich die Entscheidung des rheinland-pfälzischen Oberverwaltungsgerichtes umgesetzt, das am 19. März eine gleich lautende Verfügung der Stadt Frankenthal bestätigte. Es sei festzustellen, dass an den Tankstellen an allen Tagen nachts alkoholische Getränke verkauft würden. Diese würden überwiegend an Kunden abgegeben, die nur aus diesem Grund die Tankstelle aufsuchten. Hinzu komme, dass die Getränke oftmals vor Ort konsumiert würden. Das habe Lärmbelästigungen und jede Menge Müll zur Folge. Des Weiteren konnten der Kauf und der Konsum von Alkohol auch von Jugendlichen beobachtet werden, heißt es in der Verfügung. Die Folge sei, dass die sich zunehmend aggressiv gegenüber dem Verkaufspersonal, untereinander und auch gegenüber unbeteiligten Passanten verhielten.Diese Vorwürfe weist Marion Schmidt, Betreiberin der Tankstelle am Rosengarten entrüstet zurück: "Bei uns wird das Jugendschutzgesetz eingehalten." Sie versteht nicht, dass "volljährige, mündige Kunden unrechtmäßig bevormundet und entmündigt" werden sollen. Außerdem soll nach ihren Angaben die Verfügung in einer anderen Tankstelle in Zweibrücken nicht umgesetzt werden. Die Verordnung werde ins Leere laufen. "Niemand kann erklären, warum ein Autofahrer alkoholische Getränke kaufen darf und ein anderer Kunde nicht", argumentiert Schmidt. Sie werde weiter 24 Stunden öffnen und ihrer Funktion als "einer der wenigen verbliebenen mittelständischen Impulsgeber der Stadt" nachkommen. Entlassungen werde es keine geben. Die meisten ihrer Kunden kämen mit dem Auto und ihre Einkäufe hätten selten die jetzt vorgeschriebenen Höchstmengen überschritten: "Auch unsere Kunden decken sich bereits vor 22 Uhr in den Discountern für ihre Feste ein." "Bei uns wird das Jugendschutz-gesetz eingehalten."Marion Schmidt