Bechhofen mit am teuersten

Die höchsten Preise werden aktuell in Dahn und Hauenstein mit 120 Euro pro Quadratmeter erzielt, es folgt Bechhofen mit bis zu 110 Euro pro Quadratmeter. Außer in diesen drei Gemeinden werden 100 Euro pro Quadratmeter nicht erreicht.

Die höchsten Preise für Baugrundstücke werden im Landkreis in Dahn, Hauenstein und Bechhofen erzielt. Kreisweit stagnieren die Verkaufspreise für Flächen in Neubaugebieten, in Mischgebieten sind die Preise sogar zurückgegangen.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte für die Westpfalz hat die Richtwerte für Wohnbauflächen, gemischte und gewerbliche Bauflächen zum 1. Januar für den Landkreis beschlossen. Die landwirtschaftlichen Bodenrichtwerte wurden ebenfalls ermittelt. Zur Ermittlung der Bodenrichtwerte werden die Ortslagen der Gemeinden in verschiedene Zonen nach unterschiedlicher Nutzung unterteilt. Für jede dieser Zonen wird ein Bodenrichtwert ermittelt, der den durchschnittlichen Wert je Quadratmeter angibt. Er gilt dabei für ein Grundstück, das für diese Bodenrichtwertzone typisch ist, das Richtwertgrundstück.

Aktuell stagnieren die Verkaufspreise in den Neubaugebieten im Landkreis, in den Mischgebieten sind die Werte um vier Prozent zurückgegangen. Dieser Rückgang ist in der gesamten Westpfalz mit Ausnahme des Landkreises Kaiserslautern festzustellen.

Der Umsatz ist recht unterschiedlich in den vergangenen beiden Jahren. In der Verbandsgemeinde Rodalben wurde mit 31 Bauplätzen die zweithöchste Anzahl von Verkäufen im Vergleich aller Verbandsgemeinden getätigt, vor zwei Jahren waren es noch 54 Bauplätze. Auf dem ersten Platz befindet sich diesmal die Verbandsgemeinde Dahner Felsenland mit 34 Verkäufen. Die neue Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben erreicht mit 30 Bauplätzen den dritten Rang (elf auf Gebiete der alten Verbandsgemeinde Wallhalben, 19 in der ehemaligen Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen), danach folgen die Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land (29), Hauenstein (28) und Pirmasens-Land (26). Die wenigsten Bauplätze (23) wurden in Waldfischbach-Burgalben verkauft.

Die höchsten Preise werden aktuell in Dahn und Hauenstein mit 120 Euro pro Quadratmeter erzielt, es folgt Bechhofen mit bis zu 110 Euro pro Quadratmeter. Außer in diesen drei Gemeinden werden 100 Euro pro Quadratmeter nicht erreicht. Im übrigen Landkreis bewegen sich die Preise zwischen 50 und 70 Euro , in kleineren Gemeinden sind für 45 Euro - wie etwa in Kleinbundenbach - oder darunter noch Flächen verkauft worden.

Ausschlaggebend für die Attraktivität und damit auch für den Preis bei Neubaugebieten ist die Lage und Verkehrsanbindung. Da es nur wenige neuere Baugebiete gibt, verteilen sich die Verkäufe über das gesamte Kreisgebiet. Die meisten Bauplätze wechselten in Hauenstein mit 14 den Besitzer.

Die Werte für landwirtschaftliche Grundstücke sind zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder gestiegen. Ackerland kostet elf Prozent mehr als vor zwei Jahren, 0,61 Euro pro Quadratmeter. Auch beim Wald ist ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, was auch mit den gestiegenen Holzpreisen zu tun hat - hier liegt der Wert bei 0,47 Euro pro Quadratmeter.

Ein weiteres Thema des Gutachterausschusses war die Ermittlung von Bodenwertfaktoren für Grundstücke mit abbruchreifen Gebäuden für die Westpfalz. Wobei abbruchreif in diesem Fall bedeutet, dass das Gebäude wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll zu renovieren ist. Dazu wurden für die gesamte Westpfalz knapp 100 Vergleichsfällen des Jahres 2015 untersucht. Als Ergebnis lässt sich feststellen, dass für Grundstücke von etwa 200 Quadratmetern in solchen Fällen im Schnitt der Bodenwert bezahlt wird, bei größeren Grundstücken sogar deutlich weniger. Infolge der Demografie und dem damit einhergehenden wachsenden Leerstand von Gebäuden in den alten Ortskernen steigt die Anzahl von derartigen Gebäuden stark an. Es ist immer schwerer für diese Gebäude einen Käufer zu finden.

Auskünfte über die Bodenrichtwerte können in der Servicestelle des Vermessungs- und Katasteramtes Westpfalz abgefragt werden. Im Geoportal ( www.geoportal.rlp.de ) stehen die neuen Werte vermutlich ab Ende März online.

Zum Thema:

HintergrundAusgangsbasis für die Ermittlung der Bodenrichtwerte sind die Grundstücksgeschäfte der Jahre 2014 und 2015. Dazu werden alle Kaufverträge ausgewertet und die Ergebnisse in die Kaufpreissammlung eingetragen. 201 Verkäufe von Bauplätzen wurden für die Ableitung der Bodenrichtwerte herangezogen. Bodenrichtwerte stellen nur Anhaltspunkte zur Preisfindung dar. Grundstücke innerhalb einer Zone können aufgrund ihres Erschließungszustandes, ihrer Lage, der baulichen Nutzung, der Bodenbeschaffenheit oder des Zuschnitts vom Richtwertgrundstück abweichen. glö