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DM der Tischtennis-Schüler bei der VT Contwig

Tischtennis-DM : Ungewöhnlich laute Atmosphäre

Der Ausrichter VT Contwig freute sich über den großen Zuschauzuspruch bei den Deutschen Meisterschaften der Tischtennisschüler. Wenn es für die Pfälzer auch nicht so erfolgreich war.

Eine Veranstaltung genau nach dem Gusto der VT Contwig war die Mannschafts-DM der Tischtennisschüler (U 15). In der Turnhalle der IGS Contwig kämpften die besten acht Teams aus Deutschland um den Titel. Auch die Kulisse stimmte.

„Die Stimmung ist gut, so wie das eben bei solchen Meisterschaften ist“, sagte die erst vor wenigen Tagen zur Verbandsschülerwartin des Pfälzischen Tischtennisverbandes gewählte Luisa Baumann. Die 19-jährige Waldfischabcherin attestierte den Pfalzvertretern vom VfL Duttweiler gute Leistungen. Eindrucksvoll wie Abwehrspieler Marvin Glatz mal um mal einen Ball zurück auf die Platte manövrierte. Dennoch blieben die Erfolge des Schülerteams aus Duttweiler aus. In der Vorrundengruppe kam der VfL völlig unter die Räder, unterlag dem späteren Sieger vom TV Bad Königshofen mit 1:6, der TSG Sulzbach (2:6) und dem TTC Finnow Eberswalde (3:6). Auch in der Trostrunde am Sonntag klappte es nicht mehr mit einem Sieg. Dem SC Staig unterlag das pfalzbeste Team mit 0:6. Glatz verpasste nur knapp einen Sieg. Auch im Spiel um den siebten Platz gegen den SuS Rechtsupweg gab es zum Abschluss eine 3:6-Niederlage.

Auch die Schülerinnen des VfL konnten dem Niveau der Gegner nichts entgegensetzen, wurden in der Vorrunde regelrecht von der Platte gefegt. Gegen den namhaften Gegner Borussia Düsseldorf gab es eine 1:6-Pleite. Die übrigen beiden Partien verloren die Duttweiler gegen den SV Emmerke und Turniersieger NSU Neckarsulm mit 0:6. Der zweite Turniertag endete versöhnlich. Zwar gab es gegen den SV Post Mühlhausen ein 2:6, im Spiel um Platz sieben gab es ein Remis, womit man wegen des bessern Satzverhältnis auf dem siebten Platz abschloss.

Eindrucksvoll insbesondere die Leistung des Penholderspielers Aktio Itagaki vom TSV Bad Königshofen, der seine Gegner immer wieder an die Wand spielte. Mit seiner ungewöhnlichen Schlägerhaltung und dem daraus resultierenden unorthodoxen Spiel kamen seine Gegner nicht zurecht. Überfallartig kam er zu seinen Punkten. Er könnte als Schüler sicherlich zumindest in der Herren-Oberliga mitmischen.

Da staunte auch der Veranstalter aus Contwig, für die alles nach Plan verlief. „Wir haben schon am Donnerstag sieben Stunden mit zwölf Mann aufgebaut“, sagte Joachim Lichius vom Organisationsteam der VT Contwig und freute sich, dass das Helferteam unter Leitung des Tischtennis-Abteilungsleiters Michael Semar so prächtig funktionierte. „Wir hatten in den Drangphasen schon viel zu tun“, fügte Lichius an. Semar war erfreut, insbesondere über den Zuschauerandrang. Hatte er doch mit 350 bis 400 Gästen gerechnet. „Es gibt Mannschaften, die sehr viele Fans mitgebracht haben“, sagte er. Die Anhänger waren mit Tröten und Trommeln ausgestattet. Und auch die Teams waren einfallsreich, füllten einige Steine in Plastikflaschen, um diese als Lärmwerkzeug zu nutzen. So kam es zu einer für Tischtennisverhältnisse doch sehr ungewöhnlichen und lauten Stimmung. „Manche, die das nicht gewohnt sind, haben schon gesagt, dass es sie stört, aber ich finde das gut so“, sagte Baumann. Auch das Schiedsrichterproblem wurde gelöst. Denn es konnte nicht genügend geprüfte Offizielle zur Verfügung gestellt werden, sodass freiwillige Unparteiische einsprangen.

Ein besonderes Highlight sei die Eröffnungszeremonie gewesen. „Die Nationalhymne wurde von unserem vereinseigenen Spielmannszug gespielt. Das war schon ergreifend, als die Mannschaften einmarschiert sind“, sagte Semar.

Und positive Rückmeldungen erhielten die Contwiger zuhauf. „Es ist ein etwas kleinerer Rahmen als dies sonst bei solchen Veranstaltungen üblich ist“, sage Lichius. Üblicherweise finden Wettbewerbe solchen Ausmaßes doch eher in größeren Hallen statt, zudem ist Contwig mit knapp 5000 Einwohnern ein außergewöhnlich kleiner Ort für große Wettbewerbe. „Das war schon eine Hausnummer für uns“, stellt Lichius abschließend fest, war dann aber doch froh, dass die Veranstaltung reibungslos abgelaufen ist.