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2019 wurden 20 Boote in Rheinland-Pfalz gestohlen

Rheinland-Pfalz : An Rhein und Mosel werden immer häufiger Boote gestohlen

Tatort Flusshafen: In Rheinland-Pfalz wurden im vergangenen Jahr insgesamt 20 Boote, 24 Außenbord- oder Innenbordmotoren sowie zwei Jetski gestohlen. „Heiß begehrtes Diebesgut“ seien Sportboote und maritimes Zubehör, betont die Landespolizei – „vor allem in den Sommermonaten“.

Hotspots sind dabei Rhein und Mosel: Schwerpunktmäßig dort verzeichnen die Behörden Diebstähle von Bootsmotoren und sonstigem maritimen Zubehör im Bereich von Marinas (Anlegestellen) und Sportbootliegeplätze.

„Auch bei Einbruchdiebstählen zum Beispiel in Lagerhallen oder privaten Unterstellmöglichkeiten werden die entsprechenden Gegenstände entwendet“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Mainz. „Aufgrund des teilweise sperrigen und größeren Diebesgutes ist davon auszugehen, dass mehrere Täter gehandelt haben.“ Nähere Erkenntnisse liegen den Behörden nicht vor. Auch örtliche Schwerpunkte im Zuständigkeitsbereich der Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz seien nicht zu identifizieren.

Die Behörden raten, Diebstähle etwa durch Ortungssysteme mittels GPS (Tracker) sowie Schlösser und einem Bootspass zu erschweren. Abgelegene Liegeplätze sollten gemieden und der Stegnachbar informiert werden. Wer seinen Motor von der Wasserschutzpolizei gravieren lasse, könne durch die Codierung eventuell Diebe abschrecken. „Gravierte Gegenstände erhalten einen Spezialaufkleber.“

Bootskriminalität sei ein internationales Phänomen und könne längst nicht mehr auf rein nationaler Ebene erfolgreich bekämpft werden, betonte das Kompetenzzentrum im benachbarten Baden-Württemberg unlängst. Die Gesamtschadenshöhe in Deutschland gaben die Ermittler für 2019 mit etwa 6,5 Millionen Euro an. Deutschland sei nicht nur Tatort, sondern auch Transitland, hieß es. Erst vor kurzem stellte die Polizei bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Autobahn 5 einen in Dänemark gestohlenen Bootsmotor sicher.

(dpa)