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Sommerserie „Am schönsten ist’s daheim!“

Sommerserie „Am schönsten ist’s daheim!“ : Durch den Hunsrück bis zum Rhein

Der Hunsrück-Radweg hat sportlichen Radlern sehr viel zu bieten.

Saarburg/Bacharach Wer Lust auf einen kleinen, schönen Radurlaub verspürt und nicht allzu unsportlich ist, könnte es mal mit dem Hunsrück-Radweg versuchen, der landschaftlich sehr reizvoll und abwechslunsgreich vom Saartal über den Hunsrück bis zum Rhein führt. „Nahe, Mosel, Saar und Rhein schließen rings den Hunsrück ein.“ – Der Hunsrück-Radweg präsentiert dem Radler alle Eigenheiten dieser Region: Nach dem Aufstieg aus dem Saartal führt der Weg entlang der nördlichen Ausläufer des Schwarzwälder Hochwaldes auf gleichmäßig ansteigenden Forstwegen nahe an den Gipfel des Erbeskopfes. Gemächlich geht es anschließend talwärts nach Morbach. In leichten Bögen hält er sich nördlich des Idarwaldes und quert dabei Kirchberg. Der alten Römerstraße folgend verläuft er nördlich des Soonwaldes nach Rheinböllen. Über die Rheinhöhe hinweg lockt das Rheintal zur rasanten abschließenden Talfahrt.

Insgesamt legt man auf der Strecke 156 Kilometer und 2329 Höhenmeter zurück. Würde man durchstrampeln, bräuchte man etwa 13 Stunden. Die Gesamtstrecke ist für geübte Freizeitradler geeignet, einzelne Abschnitte (zum Beispiel zwischen Zerf und Hermeskeil oder Morbach und Simmern) auch für Gelegenheitsradler. Der 2011 eröffnete Hunsrück-Radweg ist durchgängig beschildert (weißes Rad auf grünem Grund). Er führt über 115 Kilometern auf Rad-, Wirtschafts- und Forstwegen durch die schöne Region. Etwas mehr als 40 Kilometer legt man auf Straßen zurück.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke: Saarburger Altstadt mit Wasserfall, Stausee Kell, Hermeskeil: Erlebnismuseum „Mensch und Landschaft“, Feuerwehrmuseum, Flugausstellung; zehn Kilometer durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald, Erbeskopf mit Hunsrückhaus, Morbach: Telefonmuseum, Archäologiepark Belginum; Wasserburg Baldenau, historischer Marktplatz von Kirchberg; Simmern: Schinderhannesturm und Hunsrück-Museum, Hochwildschutzpark Rheinbölle und die Altstadt von Bacharach

Die Hunsrück-Touristik GmbH schlägt folgende Etappen vor:
1. Etappe: Der Saaraufstieg (Saarburg – Kell am See 30 km)
Nach kurzem Einrollen entlang der Saar und leichtem Anstieg durch die Weinberge folgt ab dem kleinen Ort Irsch der steilere Aufstieg auf einem Asphaltweg mitten durch die stille Natur. An der Kapelle „Speiner Bildchen“ sind die meisten Höhenmeter geschafft und ab dem Kalfertshaus auf der höchsten Höhe führt der Radweg hinab ins idyllische Tal der Ruwer. Ab Zerf geht es im Gleichlauf mit dem Ruwer-Hochwald-Radweg auf einem Teilstück der ausgebauten, ehemaligen Bahntrasse der Hochwaldbahn nach Kell am See.
2. Etappe: Im Hochwald (Kell am See – Hermeskeil – Erbeskopf - Morbach 45 km)
Zwischen Kell am See und Hermeskeil hat die ehemalige Hochwaldbahn ihre Trasse weiter den Radwegen überlassen. Danach beginnt der langgestreckte Anstieg in Richtung Erbeskopf, mit 816 m der höchste Gipfel von Rheinland-Pfalz. Dieser letzte, steile Stich zählt zur „Kür“ der Radtour! In lang gestreckter und gewundener Talfahrt über bestens ausgebaute Forstwege geht es schließlich hinab nach Morbach, ein Zentrum traditioneller Holzindustrie und moderner Energiewirtschaft.
3. Etappe: Sanfte Hunsrückhöhen (Morbach – Kirchberg – Simmern 45 km)
An der Wasserburgruine Baldenau vorbei streift der Hunsrück-Radweg den Idarwald und verläuft zwischen Büchenbeuren und Sohren am Flughafen Hahn auf eigenen Wegen. Durch Kirchberg, die älteste Stadt im Hunsrück, hindurch nimmt der Radweg den gleichen Verlauf wie der Ausonius-Weg, die Römerstraße von Bingen nach Trier.
4. Etappe: Zur Rheinabfahrt (Simmern – Rheinböllen – Bacharach 35 km)
Ab Simmern bietet der Hunsrück-Radweg herrliche Aussichten über die Region. Durch Argenthal und Ellern hält sich der Weg fernab der Autostraßen und erreicht in Rheinböllen den Anfang des Guldenbachtals, von dem aus es in einer letzten Anstrengung deutlich hinauf geht auf die Höhen des Bingerwaldes oberhalb des Rheins. Rasant zieht sich die Radstrecke schließlich in einigen scharfen Kurven talwärts, quert Niederheimbach und rechts und links grüßen die Weinberge – wie schon zu Beginn an der Saar – und begleiten die Strecke bis zum Rhein. Nach wenigen Kilometern auf dem hier parallel verlaufenden Rhein-Radweg ist zum Abschluss Bacharach erreicht.

Weitere Informationen gibt es unter 
www.hunsruecktouristik.de

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