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Und schon der nächste Brocken

Und schon der nächste Brocken

Köllerbach. Die Saison in der Ringer-Bundesliga ist gerade mal ein Kampftag alt, da stehen die Athleten des KSV Köllerbach schon ein wenig unter Zugzwang. Zugegeben: Die Niederlage beim ASV Mainz am vergangenen Wochenende war angesichts der Personalkonstellation kein Beinbruch

Köllerbach. Die Saison in der Ringer-Bundesliga ist gerade mal ein Kampftag alt, da stehen die Athleten des KSV Köllerbach schon ein wenig unter Zugzwang. Zugegeben: Die Niederlage beim ASV Mainz am vergangenen Wochenende war angesichts der Personalkonstellation kein Beinbruch. Die Deutlichkeit des 11:24 und die Tatsache, dass mit Timo Badusch und Andriy Shyyka lediglich zwei KSV-Ringer ihre Kämpfe gewinnen konnten, dürfte den Verantwortlichen um Teamleiter Thomas Geid aber nicht gefallen haben.Badusch und Shyyka werden auch an diesem Samstag die Hoffnungen des KSV tragen, wenn der Meister der Jahre 2007 bis 2009 die RWG Mömbris-Königshofen empfängt (Kampfbeginn 19.30 Uhr, Kyllberghalle). Denn wie schon in der Vorwoche wirkt sich die WM-Vorbereitung des Deutschen Ringer-Bundes auf die Bundesliga aus, und sowohl Jan Fischer, als auch Konstantin Schneider werden nicht auf die Matte gehen können. Wohl aber Badusch, der in den vergangenen Monaten gezeigt hat, dass mit ihm auch international zu rechnen ist. "Timo konnte endlich mal durchtrainieren", nennt Thomas Geid den wesentlichen Grund für die Leistungssteigerung des 20-jährigen Griechisch-römisch-Spezialisten, der vor drei Wochen bei einem Turnier in Polen sogar die Franzosen Steeve Guénot (Olympiasieger 2008 in der 66-Kilo-Klasse) und Christophe Guénot (Bronze bei der EM 2011 in 74 Kilo) bezwingen konnte. Möglicher Gegner von Badusch am Samstag ist Benjamin Stange, gegen den er vergangene Saison im Playoff-Halbfinale zwei Mal ran musste - und zwei Mal verlor.

Shyyka für WM nominiert

Bessere Erinnerungen an Mömbris hat Andriy Shyyka, der im Halbfinale gegen seinen damaligen Gegner Paata Nozadze keinen Punkt abgab. Freistiler Shyyka trifft diesmal aller Voraussicht nach auf den gebürtigen Russen und jetzigen Slowaken Kahaber Khubezhtu, dem trotz seiner erst 24 Jahre wahre Wunderdinge nachgesagt werden. 2006 war Khubezhtu Junioren-Welt- und Europameister, trat aber seitdem bei internationalen Meisterschaften nicht mehr in Erscheinung. Vielleicht zieht Shyyka aber einen Schuss Extra-Motivation aus der Tatsache, dass ihn Bundestrainer Alexander Leipold am Freitag offiziell für die Weltmeisterschaft Mitte September in Istanbul/Türkei nominierte.