SV Elversberg trifft im Topspiel auf Angstgegner SSV Ulm

Fußball : Eigentlich könnte die SVE zuhause bleiben

Beim SSV Ulm hagelte es in der Vergangenheit Niederlagen. Das soll sich im Topspiel diesmal ändern.

„Die Ulmer wissen ganz genau, was passiert, wenn wir ins Rollen kommen. Ich gehe davon aus, dass die uns von der ersten Minute an keine Zeit zum Luftholen geben“, sagt Luca Dürholtz, der Kapitän des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg. Nach dem 7:1-Erfolg im ersten Ligaspiel gegen Gießen hat sich bei den Elversberger noch nicht mal ansatzweise Überheblichkeit eingeschlichen. Spieler und Trainer waren am Freitag vor der Abfahrt nach Ulm extrem fokussiert.

„Das ist das erste Spitzenspiel für uns. Solche Spiele werden durch Kleinigkeiten entschieden. Wir müssen von Beginn an extrem wach sein“, sagt SVE-Trainer Horst Steffen. Um 14 Uhr beginnt die Partie an diesem Samstag im Ulmer Donaustadion. Wenn man nach der Statistik geht, könnten die Elversberger auch zuhause bleiben. Von acht Spielen gegen Ulm konnte die SVE nur eins gewinnen. In Ulm verloren die Saarländer jedes Spiel.

In dieser Saison sprechen die Vorzeichen aber eher für die SVE. Das Team von Steffen wirkte bereits am ersten Spieltag sehr eingespielt. „Wir haben vor allem im Spiel nach vorne schon einige Automatismen. Allerdings ist unsere Abwehr neu formiert. Ich bin gespannt, wie wir uns in der Defensive gegen Ulm schlagen werden“, sagt Steffen.

Der SSV Ulm möchte wie die SVE in dieser Saison ganz vorne in der Tabelle mitspielen. Der Start ging am vergangenen Montag mit einer 0:2-Niederlage bei den Offenbacher Kickers allerdings schon in die Hose. Trotz starker Neuverpflichtungen spielte der SSV mit Sand im Getriebe. „Ich lasse mich von diesem einen Spiel nicht täuschen. Ulm hat in den Vorbereitungsspielen bärenstark gespielt. Am Samstag haben sie das erste Heimspiel und wollen einen Fehlstart vermeiden. Das wird ein ganz harter Brocken für uns“, sagt Trainer Steffen.

Ähnlich wie der SVE in den vergangenen Jahren erging es auch dem neuen Stürmer Thomas Gösweiner in Ulm. Mit seinen Ex-Vereinen Wormatia Worms und der TSG Hoffenheim II bekam der Österreicher bislang immer nur auf die Mütze. „Das sind echt immer brutale Spiele in Ulm. Bislang habe ich dort mit meinen Mannschaften immer ganz früh ein Gegentor bekommen, und danach waren wir quasi chancenlos. Es wird Zeit, dass sich das mal ändert“, sagt der Torjäger, der beim 7:1 gegen Gießen zwar an einigen Toren beteiligt war, aber trotz sehr guter Chancen selber nicht traf: „Im Vordergrund steht natürlich der Sieg der Mannschaft und der gelungene Auftakt. Aber ich war nach dem Spiel schon genervt, dass ich nicht getroffen habe. Ich muss mindestens ein Tor machen. Vielleicht gelingt es mir ja in Ulm.“

Personell gibt es bei der SVE kaum Veränderungen. Oliver Stang ist mit einer schwierigen Knieverletzung der einzige Langzeitverletzte, Gaetan Krebs (Faserriss) und Mirza Mustafic (Schulter) sind nach überstandenen Verletzungen wieder voll im Mannschaftstraining. Da Innenverteidiger Oliver Oschkenat nach dem Donnerstagtraining leichte muskuläre Probleme anmeldete, fährt zur Sicherheit Innenverteidiger Mike Eglseder mit nach Ulm. Eglseder war gegen Gießen nicht im Kader. Für ihn muss Mittelfeldspieler Benno Mohr zu Hause bleiben. „Benno hat die Begründung verstanden. Ich habe ihm auch noch mit auf den Weg gegeben, was ich in Zukunft spielerisch von ihm erwarte. Für mich ist es wichtig, dass die Spieler wissen, warum ich gewisse Entscheidungen treffe”, sagt Steffen.

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