Sökler heiß begehrt

Saarbrücken. Trotz des jüngsten Aufwärtstrendes mit sieben Punkten aus drei Spielen kämpft der 1. FC Saarbrücken weiter um den Verbleib in der 3. Fußball-Bundesliga. Zum Erreichen dieses Zieles sollte die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger möglichst auch am Freitag vom Auswärtsspiel bei der SpVgg. Unterhaching Zählbares mitbringen

Saarbrücken. Trotz des jüngsten Aufwärtstrendes mit sieben Punkten aus drei Spielen kämpft der 1. FC Saarbrücken weiter um den Verbleib in der 3. Fußball-Bundesliga. Zum Erreichen dieses Zieles sollte die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger möglichst auch am Freitag vom Auswärtsspiel bei der SpVgg. Unterhaching Zählbares mitbringen. Denn erst wenn die Liga-Zugehörigkeit für die Saison 2013/14 in trockenen Tüchern ist, sollen entscheidende Schritte zur weiteren Kaderplanung gegangenen werden. Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung stehen bislang elf Akteure bis zum 30. Juni 2014 unter Vertrag: Markus Hayer, Pascal Pellowski, Tim Knipping, Kevin Maek, Marcel Ziemer, Artur Schneider, Michael Müller, Serkan Göcer, Marc Lerandy und Tim Stegerer. Auch Tim Kruse wird bleiben, da er die in seinem leistungsbezogenen Vertrag festgelegte Mindestanzahl von Spielen absolviert hat und sich das Engagement um ein weiteres Jahr verlängert.

Das bestätigte der beim FCS für den sportlichen Bereich zuständige Vize-Präsident Harald Ebertz. Dieser hatte zuletzt mehrfach betont, dass "jetzt die Verbesserung der sportlichen Situation" im Mittelpunkt stehe, die Vertragsgespräche darum auf Eis lägen und dass "der Spieler, der nicht so lange abwarten kann, auch hier nicht richtig bei der Sache" sei. Doch in der "Ist-Liste" fehlen wichtige Korsettstangen des jetzigen Kaders. Beispielsweise Torwart Benedikt Fernandez - oder die Mittelfeldspieler Christian Eggert, Manuel Stiefler und Sven Sökler. Und andere Vereine scheinen in ihren Bemühungen offensiver. So sollen verschiedene Zweit- und Drittligisten großes Interesse an Sökler haben, dem mit 14 Vorlagen besten Vorbereiter der Liga. "Bei Spielern, deren Verträge auslaufen, gibt es praktisch das ganze Jahr Gespräche", sagt Spielerberater Dirk Lips, der beim FCS neben den Brüdern Sökler auch Pellowski und Nico Jüllich betreut, "es gibt aber einen Unterschied zwischen Anfrage und Angebot. Oft wird von Dritten aus einem normalen ,Wie-geht-es-Gespräch' gleich ein Angebot konstruiert." Lips bestätigte, dass es zum Thema Sven Sökler Gespräche gegeben habe, "aber es ist natürlich auch meine Pflicht, mich unabhängig von Saarbrücken auf dem Markt umzusehen."

Die Spieler konzentrieren sich derweil auf ihre Arbeit. "Ich muss mich wohlfühlen, um meine Leistung zu bringen", sagt Sökler, "das tue ich hier in Saarbrücken. Jetzt geht es nur darum, die Klasse zu halten." Und dann? "Der Trainer hat signalisiert, dass man verlängern möchte", erzählt der 28-Jährige, der aber auch weiß, dass es vielleicht die letzte Chance für ihn ist, eine Spielklasse höher anzugreifen: "2. Liga? Dafür muss zuerst mal ein Angebot vorliegen." Auch Mannschaftskollege Eggert kann sich ein Bleiben vorstellen. "Ich bin hergekommen, um etwas mit aufzubauen", sagt der Mittelfeldspieler.

Wer vom Kader ein neues Vertragsangebot bekommen soll, will Trainer Luginger nicht preisgeben. "Es gibt da noch keine Liste, weil wir uns einfach aufs nächste Spiel konzentrieren", sagt er, "wir werden mit unseren Jungs sprechen, wenn es an der Zeit ist." Gleiches gilt für die "Soll-Liste" der möglichen Neuzugänge. "Konkretes gibt es noch nicht", sagt Luginger. Fest steht nur, dass zwei Spieler den FCS verlassen: Felix Dausend geht zur SV Elversberg, das Ziel von Enver Marina ist noch offen.