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Handball-Oberligist HF Illtal gewinnt gegen Bingen mit 28:20.

Handball-Oberliga : Simowskis Erfolgsrezept geht voll auf

Handball-Oberligist HF Illtal bezwingt Bingen mit 28:20. Vorfreude auf DHB-Amateurpokal-Viertelfinale gegen Helmlingen steigt.

Dreimal in der Woche treten die Handballer des Oberligisten HF Illtal regelmäßig zum Training an. In dieser Zeit tun die Spieler aber viel mehr als nur ein wenig den Ball hin- und herzuschieben, in der Halle auf- und abzulaufen und nach getaner Arbeit ein Kaltgetränk zu genießen. Je näher es auf das Wochenende zugeht, desto mehr beginnt auch die Auseinandersetzung mit dem nächsten Gegner. Am vergangenen Sonntag war das die HSG Rhein-Nahe Bingen, die in der Eppelborner Hellberghalle zu Gast war. Die Zebras gewannen die Partie ungefährdet mit 28:20 (12:9).

„Mittwochs bekommt die Mannschaft in der Halle in Papierform die ersten wichtigen Informationen zum kommenden Gegner. Zum Beispiel zu den Torschützen. Oder Spielberichte“, erklärt HFI-Trainer Marcus Simowski. Der hatte noch das Hinspiel der beiden Teams im September im Kopf, wo seine Mannschaft nach einer guten ersten und einer verkorksten zweiten Halbzeit 22:28 verlor. Ein Motivationsproblem gab es nach dem ersten Vergleichs also nicht bei den Handballfreunden. Dennoch: „Ich hatte immer mal wieder Zehn-Sekunden-Sequenzen vom Hinspiel in die WhatsApp-Gruppe reingestellt, um ein bisschen Spannung aufzubauen und die Wiedergutmachung in die Köpfe zu rufen.“ Und, selbstverständlich auch zur Analyse der guten und weniger guten Aktionen aus dem ersten Aufeinandertreffen. „Ich gehe da gerne auf die Qualität von meiner Mannschaft ein. Wenn wir unsere Dinge gut machen, bekommen viele Mannschaften richtig Probleme“, sieht Simowski einen Grundsatz in der positiven Bestärkung seiner Mannschaft. So ganz ohne taktische Auseinandersetzung mit dem Gegner ginge es selbstverständlich nicht. „Wir hatten natürlich auch ihre Kilos im Kopf. Wir wollten ihren Mittelblock unbedingt in die seitliche Bewegung bekommen“, lautete eine Vorgabe des Übungsleiters gegen eine der besten Defensiven der Liga. „Wir haben auch sehr viel investiert ins Umschlagspiel. Wir haben viel über die zweite Welle gemacht.“

Der schnelle Übergang aus der Abwehr in den (erweiterten) Gegenstoß war am Sonntag eine große Stärke der Zebras vor 250 Zuschauern. Und da sich die Binger auch noch selbst dezimierten, weil ihr Kreisläufer und Innenblock-Spieler Martin Schieke Illtals HFI-Rückraumakteur Christoph Holz im Gegenstoß in den Arm Griff und dafür die rote Karte sah (22. Minute), konnte Illtal ein dominantes Spiel aufziehen. Ganz zum Gusto ihres Trainers: „Das war eine sehr wichtige Partie für uns. Wir haben eine mega geile Deckung gespielt.“ Illtal siegte, ohne je wirklich in Gefahr zu geraten – und hat damit einen Erfolg gelandet, der die richtige Grundstimmung vor dem bevorstehenden Highlight verbreitet: Am Sonntag kommt es zum Viertelfinale im DHB-Amateur-Pokal. Illtal empfängt schon um 17 Uhr, eine Stunde vor der üblichen Anwurfzeit, den TuS Helmlingen aus der Südbadenliga.

Das Ziel der Handballfreunde ist klar: Die Hellberghalle zur berüchtigten Heim-Festung mutieren lassen, den in großer Zahl erwarteten Zuschauern ein geiles Spiel bieten und das begehrte Ticket für die Halbfinals in Hamburg zu lösen.

HFI-Tore: Marcel Becker (6), Philipp Kockler (5), Max Mees (4/2), Jonas Guther, David Pfiffer, Pascal Meisberger (je 3), Christoph Holz (2), Yannik Jungblut, Muhamet Durmishi (je 1).