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1. FC Riegelsberg gewinnt 18. Volksbanken-Frauen-Masters in Saarbrücken

Hallenmasters : Die Masters-Königin macht das Dutzend voll

Der 1. FC Riegelsberg hat an der Sportschule in Saarbrücken durch den 3:2-Finalsieg gegen den SV Dirmingen das Frauen-Masters gewonnen und damit den Titel-Hattrick perfekt gemacht. Für Trainern Melanie Klein ist es der zwölfte Masters-Triumph.

Es ist das Traumfinale, das die knapp 650 Zuschauer am Sonntag bei der 18. Auflage des Volksbanken-Frauen-Masters des Saarländischen Fußball-Verbandes an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken zu sehen bekommen: Titelverteidiger 1. FC Riegelsberg hat im Endspiel gegen Rekordsieger SV Dirmingen (sieben Titel) seine liebe Mühe. Der Verbandsligist macht zunächst den besseren Eindruck. Der SV Dirmingen ist durch Annika Müller zweimal nah dran am Führungstor. Das fällt dann aber auf der Gegenseite für den Regionalligisten. Neun Minuten sind absolviert, als der Ball auf der rechten Seite zu Riegelsbergs Anne Reinhard gelangt. Die 20-Jährige fasst sich aus der zweiten Reihe ein Herz. Ihr strammer Schuss landet im linken Eck des von Pia Trede bisher so stark gehüteten Tores. Es ist der Auftakt zu einer fulminanten Endphase, in der Riegelsbergs Trainerin Melanie Klein die Rote Karte sieht, weil sie mit Schiedsrichter-Entscheidungen zu sehr hadert. Sie muss auf die Tribüne. Wenig später stürmt die 37-Jährige wie von der Tarantel gestochen auf das Spielfeld – jubelnd und mit der Gewissheit, dass ihre Mannschaft nach dem 3:2-Sieg zum dritten Mal in Folge den Masters-Titel gewonnen hat.

„Hier regiert der FCR“, schallt es lautstark aus dem Riegelsberger Block durch die Halle, während Klein nach ihrem nunmehr zwölften Masters-Triumph bei 18 Auflagen des Endturniers der besten acht saarländischen Hallenmannschaften einmal mehr jubiliert. „Es war ein packendes Endspiel für die Zuschauer. Dirmingen ist nicht umsonst Masters-Rekordsieger, letztlich haben die zwei besten Mannschaften des Turniers im Finale gestanden – aber wir haben kein Spiel verloren und daher nicht unverdient gewonnen“, sagt Klein, die nun umso mehr die mit Abstand „Größte“ in Sachen Masters ist.

Bis es so weit war, galt es nach Reinhards 1:0 hitzige Momente zu überstehen. Direkt im Anschluss erhöhte Sophie Quatrana nach einem Bilderbuchkonter über Sandra Enz auf 2:0 für den Favoriten (11. Minute). Doch der SV Dirmingen gab nicht auf und belohnte sich 140 Sekunden vor Ende durch seine herausragende Akteurin Egzona Muqai, die einen Fehlpass von Katrin Theis zum 1:2 nutzte (13.).

Danach rückte Riegelsbergs Foulkonto zusehends in den Fokus. Sie hatten fünf Fouls, beim nächsten drohte ein Strafstoß für den SV Dirmingen. Doch zum Glück für den FC folgte das sechste Foul erst, nachdem ein Pressball zwischen Trede und Reinhard 32 Sekunden vor Ende zum vorentscheidenden 3:1 über die Linie getrudelt war. Der sechs Sekunden später folgende Strafstoß-Treffer zum 2:3 durch Charline Jung fiel nicht mehr ins Gewicht – im Konfetti-Regen feierten Riegelsbergs Spielerinnen und Fans den Titel-Hattrick.

Beim Verlierer war die Enttäuschung groß. „Es ist sehr bitter, wir haben das ganze Turnier so gut gespielt und hätten es heute wirklich verdient gehabt – aber wir machen weiter und werden nächstes Jahr gewinnen“, kündigt Muqai an.

 Sie hat allen Grund zum Jubeln: Melanie Klein hat ihren zwölften Masters-Titel gewonnen.
Sie hat allen Grund zum Jubeln: Melanie Klein hat ihren zwölften Masters-Titel gewonnen. Foto: Andreas Schlichter

Der 1. FC Riegelsberg und Klein, die selbst siebenmal mit dem SV Dirmingen und zweimal mit dem SV Furpach beim Masters triumphiert hatte, werden etwas dagegen haben – und vielleicht sogar ihrerseits den Rekord angreifen. „Es ist alles möglich, wenn wir noch lange so zusammenbleiben“, sagte Klein.  „Wir sind stabil, wir sind gut und haben die letzten drei Jahre in Riegelsberg eine super Entwicklung genommen – mal schauen, wo die Reise noch hingeht“, ergänzte die „Königin“ des Masters, die sich danach mit ihrer Mannschaft erst mal auf einen langen Feier-Marathon begab.