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FCS-Topspieler Perdedaj meldet sich fit für Auftakt gegen FSV Frankfurt

Kostenpflichtiger Inhalt: FCS ist am Samstag beim FSV Frankfurt zu Gast : Perdedaj brennt schon wieder auf Betriebstemperatur

Der Führungsspieler des 1. FC Saarbrücken ist fit für den Auftakt gegen den FSV Frankfurt und sagt: „Wir werden eine krasse Entwicklung nehmen.“

Eine größere Wertschätzung kann ein Fußball-Lehrer seinem Schützling kaum entgegenbringen. „Wenn Fanol fit ist, spielt Fanol“, sagt Lukas Kwasniok, der neue Trainer des Fußball-Regionalliga-Tabellenführers 1. FC Saarbrücken, über seinen Mittelfeldspieler Fanol Perdedaj.

Das „Kampfschwein“ in der FCS-Schaltzentrale fehlte beim letzten Test am vergangenen Samstag gegen den luxemburgischen Erstligisten Progrès Niederkorn (1:1) wegen einer Verhärtung in der Wade. „Es war beim Stehen passiert. Da hat der Muskel kurz zugemacht. Aber es war reine Vorsicht, es ist alles gut für Samstag“, sagt Perdedaj mit Blick auf den Auftakt gegen den FSV Frankfurt: „Wir hatten in dieser Vorbereitung keine muskuläre Verletzung, alle sind gesund. Daran sieht man, wie gut das Training gesteuert ist.“ So fehlten zuletzt nur José Pierre Vunguidica nach einem Bänderriss und Sebastian Jacob nach seiner Knie-Operation.

Perdedaj, der Berliner mit kosovarischen Wurzeln, ist längst in Saarbrücken angekommen. Die Fans lieben ihn, weil er auf dem Platz immer an seine Grenzen geht – und manchmal darüber hinaus. „Ich möchte den Zuschauern auch was zurückgeben“, sagt der 28-Jährige, der aus seinen beiden Platzverweisen in dieser Saison gelernt hat: „Ich hätte weggehen sollen. So eine Tätlichkeit ist dumm, weil ich damit natürlich der Mannschaft schade.“

Auch die weiß, was sie an ihrem Führungsspieler hat. Perde­dajs Stimme hat Gewicht, gerade bei den Jüngeren. „Zum Fußball gehört halt auch Respekt, auch wenn die neue Generation da etwas anders tickt. Ich versuche, ihnen das Gute im Fußball zu vermitteln“, sagt Perdedaj. Dass er dabei im Training dem ein oder anderen auch mal heftig den Kopf wäscht, gehört dazu.

Perdedaj hat mit 1860 München, dem FSV Frankfurt, Energie Cottbus, Hertha BSC oder Lyngby BK in Dänemark bereits einige Profi-Stationen hinter sich. Er weiß, wie man Einfluss auf die Entwicklung einer Mannschaft nehmen kann und muss – besonders in ungewöhnlichen Situationen wie einem Trainerwechsel auf Platz eins. „Die ersten Wochen mit Lukas Kwasniok waren sehr anstrengend und intensiv. Wir mussten uns gegenseitig kennenlernen und verstehen, was er von uns verlangt“, erzählt Perdedaj über die Arbeit seit 2. Januar: „Wir sind noch im Lernprozess, haben noch nicht alle Taktiken so drauf, wie der Trainer sie erwartet. Dazu brauchen wir jetzt aber auch die Pflichtspiele. Da ist die Konzentration noch mal deutlich höher als in einem Testspiel. Dann werden wir eine krasse Entwicklung nehmen und nur noch ganz schwer zu schlagen sein.“Eine Fähigkeit am neuen Chef schätzt der Berliner besonders: „Er ist ein unfassbarer Motivator. Da bekommst du Gänsehaut vom kleinen Zeh bis in die Haarspitzen.“

Diese Fähigkeit wird am Samstag beim FSV Frankfurt auch benötigt. „Es wird Zeit, dass es losgeht. Wir brennen. Wir fahren nach Frankfurt, um dort drei Punkte zu holen“, sagt Perdedaj in einer Tonlage, die keinen Widerspruch zulässt: „Wir sind fit, das haben wir im DFB-Pokal gezeigt. Dieses Pokalwunder können wir gerne weiterschreiben. Aber: Das eine Ziel, das wir alle erreichen wollen, das heißt Aufstieg.“

Dazu will und muss Führungsspieler Fanol Perdedaj seinen Beitrag leisten. Sein Vertrag beim FCS läuft noch bis 2021 – und er soll nicht in der Regionalliga Südwest auslaufen. „Ich versuche, meine Erfahrung auf die Mannschaft zu übertragen. Ich weiß, was ich kann. Ich bin ein Typ, der Verantwortung übernimmt“, sagt Perdedaj und betont: „Aber wir werden jeden brauchen. Jeder einzelne Spieler muss seinen Anteil leisten. Dann kommen wir raus aus dieser Liga. Dann spielen wir im neuen Ludwigspark, und dann brennt die Luft so richtig.“