Top-Talent aus dem Saarland Ex-Saarlouiser Marko Grgic für das Handball-Nationalteam nominiert

Eisenach/Saarlouis · Mit einem Neuling im Aufgebot starten Deutschlands Handballer Anfang Mai in die Olympia-Vorbereitung.

 Der Ex-Saarlouiser Marko Grgic von Bundesliga-Aufsteiger ThSV Eisenach, hier am Ball, zeigte in der Bundesliga in den vergangenen Wochen gute Leistungen.

Der Ex-Saarlouiser Marko Grgic von Bundesliga-Aufsteiger ThSV Eisenach, hier am Ball, zeigte in der Bundesliga in den vergangenen Wochen gute Leistungen.

Foto: IMAGO/Christian Heilwagen/IMAGO/christian heilwagen

Bundestrainer Alfred Gislason berief am Freitag erstmals den 20 Jahre alten Rückraumspieler Marko Grgic vom Bundesliga-Aufsteiger ThSV Eisenach in das 18-köpfige DHB-Aufgebot für das Test-Länderspiel gegen den EM-Dritten Schweden am 12. Mai in Vaxjö. „Die Nominierung ist Lohn für seine tolle erste Saison in der Bundesliga und auch ein Kompliment für die Arbeit des ThSV Eisenach“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Grgic hatte im Sommer 2022 seinen Jugendverein HG Saarlouis als Toptalent verlassen. Der 20-Jährige ist der Sohn von Danijel Grgic, der Kroate hatte die HGS von 2006 bis 2014 als Spieler geprägt und in der 2. Bundesliga etabliert, er ist seit Januar 2024 Jugendkoordinator in Eisenach.

Zuletzt starke Leistungen gezeigt

Grgic junior hat sich gut entwickelt, in den vergangenen Wochen zeigte er in der Bundesliga starke Leistungen. Damit könnte überraschend ein Saarländer, Grgic lebte bis vor zwei Jahren im Saarland, bei den Olympischen Sommerspielen in Paris in diesem Sommer antreten. Dabei hat der junge Rückraumspieler, der sein erstes Jahr in der deutschen Eliteklasse spielt, aber natürlich Konkurrenz. In Eisenach spielt Grgic mit dem Ex-Saarlouiser Peter Walz, der dort als Kapitän und Kreisläufer ein Leistungsträger ist, zusammen.

Zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder dabei im Nationalteam ist Rechtsaußen Tim Hornke vom Champions-League-Sieger SC Magdeburg. Auch Rückraumspieler Kai Häfner und Kreisläufer Justus Fischer kehren nach ihrem verletzungsbedingten Ausfall bei der erfolgreichen Olympia-Qualifikation im März zurück.

Trainingslehrgang bereits ab dem 6. Mai

Vor der Neuauflage des kleinen Finales der diesjährigen Europameisterschaft, das die deutsche Mannschaft mit 31:34 verloren hatte, zieht Gislason den Kader bereits ab dem 6. Mai zu einem Trainingslehrgang in Kopenhagen zusammen. Möglich wurde die zusätzliche Maßnahme durch die direkte Qualifikation für die WM 2025, wodurch die in der zweiten Mai-Woche angesetzten Playoff-Spiele umgangen werden.

„Das olympische Handballturnier ist bereits in unseren Köpfen, aber wir setzen auch erste über diesen Höhepunkt hinausweisende Impulse. Und dabei ist ein Auswärtsspiel bei einem Top-Team wie Schweden die passende sportliche Herausforderung“, sagte Kromer.

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