Am Sonntag treffen der TV Merchweiler und die HF Illtal II aufeinander

Handball-Saarlandliga : Die Rückkehr des Neunkircher Derbys

Am Sonntag treffen nach einem Jahr Pause wieder der TV Merchweiler und die HF Illtal II aufeinander.

Der Kreis Neunkirchen hat wieder ein Saarlandliga-Derby: Hat er mit der Fußball-Begegnung Borussia Neunkirchen gegen FSG Ottweiler/Steinbach ohnehin schon, wundern sie sich? Das stimmt wohl, aber seit der Meisterschaft der Handballfreunde Illtal II in der Verbandsliga und dem damit verbundenen Aufstieg auch wieder im Handball. „Spiele gegen Illtal waren schon immer tolle Spiele“, sagt Lars Zimmer. Der Rechtsaußen des TV Merchweiler und einige seiner Mitspieler kennen den Gegner bis dato nur aus der Jugend. Aber genau das mache die Begegnung so besonders. „Ich denke, dass es wieder spannend wird. Für uns junge Spieler wird es das erste Derby als Aktive sein“, freut er sich. Enrico Sperker bestätigt, dass das Derby seinen Schatten vorauswirft. „Man merkt das bei uns auch schon an der Stimmung“, kontert der Rückraumspieler der Handballfreunde. Anwurf am Sonntag ist um 18 Uhr in der Sporthalle Uchtelfangen. Während die HFI zu Hause auf die Unterstützung ihrer Stammzuschauer vertrauen, wünscht sich Zimmer: „Da Uchtelfangen nicht so weit weg ist und zur üblichen Heimspielzeit des TVM spielen, hoffe ich, dass viele unserer Fans mitkommen und uns unterstützen.“

Beide Mannschaften gehen mit Rückenwind in die Begegnung. Der TV Merchweiler konnte gerade erst Tabellenführer TV Homburg einen Punkt (24:24) abknöpfen. Die HF feierten am Samstag ihren zweiten Saisonsieg. „Das war seit Langem mal ein Erfolgserlebnis. Das war ein Spiel, das positive Eindrücke hinterlässt und uns auch gestärkt in das nächste Spiel gehen lässt“, sagt der 19-jährige Sperker. Das macht es schwer, einen klaren Favoriten auszumachen. Den Erfahrungsvorteil hat der TV Merchweiler, der auch tabellarisch als Siebter (7:7 Punkte) etwas besser steht. Illtal liegt mit drei Punkten weniger drei Plätze weiter hinten im Klassement. Aber spielerisch könnten sich die Kontrahenten, die unisono verraten, dass sie besonderen Wert auf eine aggressive Abwehr und gute Chancenauswertung legen, auf Augenhöhe begegnen. Speziell, wenn die Handballfreunde Unterstützung aus der Oberliga-Mannschaft anfordern. Letztlich, da sind sich wieder beide einig „entscheiden voraussichtlich nur Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage.“ Der Einschätzung Zimmers folgt auch Sperker: „In der Liga ist alles möglich. Was passiert, liegt lediglich am Sonntag.“

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