Zum ersten Mal ins Klassenzimmer

Zum ersten Mal ins Klassenzimmer

Wehrden. Aileen freut sich auf die Schule, am Morgen war sie bereits vor ihren Eltern wach. "Ich lerne schreiben und lesen", berichtet das sechsjährige Mädchen in der Aula der Wehrdener Regenbogen-Grundschule. Gemeinsam mit ihren zukünftigen Klassenkameraden fiebert sie dem ersten Schultag entgegen

Wehrden. Aileen freut sich auf die Schule, am Morgen war sie bereits vor ihren Eltern wach. "Ich lerne schreiben und lesen", berichtet das sechsjährige Mädchen in der Aula der Wehrdener Regenbogen-Grundschule. Gemeinsam mit ihren zukünftigen Klassenkameraden fiebert sie dem ersten Schultag entgegen. Während der Ranzen auf dem Boden parkt, halten die Kinder ihre große Schultüte fest im Arm. Comicfiguren, Delphine und Dinosaurier, aber auch Fußbälle, Sterne, Buchstaben oder Zahlen schmücken die bunten Verpackungen. Über den Inhalt können die neugierigen Abc-Schützen nur spekulieren, die clevere Schüttel-Probe bringt ebenfalls keine gesicherten Erkenntnisse."Von jetzt an kommt ihr regelmäßig hierher, um zu lernen", sagt Rektor Heinz Peter Stein bei seiner Begrüßung. Die Fortschritte dabei werden sicher nicht lange auf sich warten lassen. Das beweisen die Zweitklässler, im Chor lesen sie die Geschichte von Timos ferngesteuertem Feuerwehrauto vor. Die Viertklässler unterhalten das Publikum mit einem Sprechgedicht, und die Theater AG der Grundschule spielt die Geschichte vom Plapperapfel.

Nach der kurzen Feier beginnt der Ernst des Lebens. Die neun Jungs und Mädchen, die in den Schulkindergarten gehen, schließen sich Brigitte Paal an. Ihre Kollegin Christina Kurtz kümmert sich um die 29 Erstklässler. Persönlich begrüßt die Lehrerin jeden Schützling an der Tür zum Klassenraum.

Neben den Schülern marschieren auch viele Eltern in den Saal. Sie wollen wissen, wo ihr Kind sitzt. Ein Schnappschuss hält das erste Schulbankdrücken für die Nachwelt fest. Schnell noch einmal winken, und dann schließt sich die Tür. Während der Nachwuchs seine erste Schulstunde meistert, werden die Eltern und Großeltern mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.

In der gemütlichen Runde lässt sich dann auch die spannende Frage klären, was die Kinder später in ihren bunten Schultüten finden. Süßigkeiten, berichten die Mamas und Papas, gehören zur Grundausstattung. Und die Bandbreite der zuckerfreien Geschenke reicht vom Kartenspiel über die aufklebbare Tätowierung bis hin zum Erinnerungsstein aus dem letzten Urlaub.

Auf einen Blick

366 Schulneulinge wurden gestern an den neun Völklinger Grundschulstandorten begrüßt. Das sind 46 Kinder mehr als im vergangenen Jahr. In Großrosseln drückten 59 Jungs und Mädchen erstmals die Schulbank (Vorjahr: 80). Insgesamt wurden im Saarland rund 7800 Kinder neu eingeschult. tan

Mehr von Saarbrücker Zeitung