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Waggon brennt komplett aus

Waggon brennt komplett aus

Erneut hat es bei der Museumsbahn Losheim gebrannt – inzwischen zum dritten Mal. Am Donnerstagabend wurde ein ehemaliger Schlafwagen ein Raub der Flammen. Schadenshöhe: zwischen 15 000 und 20 000 Euro.

Und schon wieder hat es bei der Museumseisenbahn

Losheim gebrannt. Nach zwei früheren Brandanschlägen fiel am Donnerstagabend gegen 18 Uhr ein ehemaliger Schlafwagen der Deutschen Bundesbahn einem Brand zum Opfer. Der Waggon, der als Lagerwagen benutzt wurde, brannte völlig aus. Der Sachschaden beträgt nach Angaben von Günther Leistenschneider, dem Vorsitzenden des Museums-Eisenbahn-Clubs Losheim (MECL) zwischen 15 000 und 20 000 Euro. Die Feuerwehr Losheim verhinderte Schlimmeres. Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei kommt ein technischer Defekt für die Brandentstehung nicht in Frage. Ursache des Feuers ist wieder Brandstiftung.

Ein Zusammenhang mit der zweifachen Brandstiftung im vergangenen Jahr auf dem Museumsgelände kann laut Polizei derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Der MECL-Vorsitzende hat das Feuer per Zufall selbst entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Obwohl die Losheimer Wehr innerhalb kürzester Zeit ausrückte - zahlreiche Feuerwehrleute waren zum wöchentlichen Gerätedienst in der Feuerwache - war der Waggon nicht mehr zu retten. Beim Eintreffen der Losheimer Löschmannschaften stand er bereits lichterloh in Flammen. Verstärkung erhielten die Losheimer Einsatzkräfte binnen kürzester Zeit vom Löschbezirk Niederlosheim, der wegen des Gerätedienstes ebenfalls in der Feuerwache präsent war.

Nach knapp einer Viertelstunde war das Feuer unter Kontrolle. Davor hatten die rund 40 Löschkräfte mit ihren sechs Einsatzfahrzeugen aber alle Hände voll zu tun, ein Übergreifen der hoch lodernden Flammen auf andere Waggons und eine benachbarte Logistikhalle von V&B zu verhindern. Nach knapp einer Stunde war der Brand gelöscht. Umfangreiche Nachlösch- und Aufräumarbeiten standen an. Gegen 21.30 Uhr rückten die Feuerwehrkräfte wieder ab, nachdem die letzten Glutnester beseitigt waren. Zahlreiche Schaulustige, die von dem weithin sichtbaren Feuerschein und einer mächtigen Rauchfahne angelockt worden waren, verfolgten die Löscharbeiten. Polizei, Kripo und DRK-Rettungsdienst waren ebenfalls im Einsatz.

Am 15. März des vergangenen Jahres brannte auf dem Gelände ein Gepäckwagen aus dem Jahre 1923 lichterloh. Zwei Tage zuvor wurde bereits ein historischer Waggon aus dem Jahre 1903 angezündet und durch das Feuer schwer beschädigt.

Nur mit Mühe konnte die Feuerwehr damals ein Übergreifen der Flammen auf andere wertvolle Waggons und auf die Eisenbahnhalle verhindern.

Es entstand ein Schaden von rund 80 000 Euro. Der oder die Täter wurden bis heute nicht gefasst. In aufwändiger und liebevoller Restaurierungsarbeit ist der Gepäckwagen wieder vollkommen neu aufgebaut worden. Inzwischen ist er wieder fahrbereit, die Inneneinrichtung fehlt noch komplett. Bis zur Fertigstellungen werden noch etliche Monate ins Land gehen.

Hinweise an die Polizei Merzig, Tel. (0 68 61) 70 42 51.