1. Saarland

Sportakrobatinnen beim Heimspiel nur Zuschauer

Sportakrobatinnen beim Heimspiel nur Zuschauer

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren finden an diesem Samstag die deutschen Meisterschaften der Sportakrobatik in Schwalbach statt. Bitter: Die qualifizierten Saarländerinnen können nicht starten.

Sportakrobatik in Perfektion gibt es an diesem Samstag in Schwalbach zu sehen. Bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften und den Titelkämpfen in der Disziplin Podest werden in der Jahnsporthalle 18 Teams und 22 Einzelstarterinnen aus den Landesverbänden ab 13 Uhr ihr Können demonstrieren. Ausrichter ist der Sportakrobatik-Verein Schwalbach-Griesborn und das übrigens schon zum zweiten Mal.

Nach der gelungenen Premiere vor drei Jahren bewarben sich die Schwalbacher erneut und hatten Erfolg. Unterstützung gab es vom Saarländischen Sportakrobatik-Verband und seinem Vorsitzenden Rudi Adams. "Der Verein zeigt ein großes Engagement. Wir werden wieder spannende Wettkämpfe und sportliche Höchstleistungen sehen", prophezeit Adams, doch seine Vorfreude ist getrübt. "Hier sind die besten deutschen Athletinnen am Start, aber leider keine Saarländerinnen", seufzt Adams, der auch Vorsitzender des TBS Saarbrücken und in dessen Sportakrobatik-Abteilung Trainer ist.

In beiden Wettbewerben sollten eigentlich Mädchen aus seiner Trainingsgruppe starten. Doch daraus wurde nichts. Kim Kleinbauer hatte sich bei den Landesmeisterschaften für das DM-Finale Podest qualifiziert, zog sich aber vor vier Wochen im Rücken eine Muskelzerrung zu und muss nun zuschauen. "Für ihre Übung erhielt Kim bei den Saarlandmeisterschaften 9,2 von zehn möglichen Punkten. Sie ist natürlich geknickt", sagt Adams. Noch kurzfristiger fiel sein Damen-Duo Chiara Klein/Lena Wengler aus. Die untere Partnerin Chiara erkrankte vor einer Woche an einer Magen-Darm-Grippe und ist immer noch geschwächt. Start unmöglich. An einem guten Tag und vor eigenem Publikum hätten die Saarländerinnen vielleicht für eine Überraschung sorgen können. Die großen Titel-Favoriten kommen aber nach wie vor aus den Landesverbänden Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern.