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Kinderhilfswerk unterstützt Jugendbeirat der Gemeinde Tholey

Jugendbeirat der Gemeinde Tholey : Kinder reden ein Wörtchen mit

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt die Jugendarbeit in der Gemeinde Tholey mit 20 000 Euro.

In der Gemeinde Tholey haben Kinder und Jugendliche ein Wörtchen mitzureden, wenn es um ihre Interessen und die Gestaltung ihrer Lebensräume geht. Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt mit ihrem Projekt „Jugendbeteiligung vor Ort“ die Gemeinde mit 20 000 Euro. Bei dem Projekt setzen sich Kinder und Jugendliche der Gemeinde Tholey mit ihren in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Rechten auseinander.

So konnten etliche Vorhaben zur Verbesserung der Situation der Jugendlichen in der Gemeinde Tholey umgesetzt werden. Da es an Treffpunkten für Jugendliche mangelte, wurde der Bau einer Jugendhütte im Gemeindeteil Hasborn in Angriff genommen. Auch die Idee des Fitnessparks, die in der Beteiligungswerkstatt entwickelt wurde, wird im Gemeindeteil Tholey umgesetzt. In Leitzweiler wurden Streetbuddies – bunte Warnfiguren, die eine kleine Fahne halten und darauf aufmerksam machen sollen, dass Kinder in Gefahr sind, wenn hier zu schnell gefahren wird. Zudem wurde ein Jugendbeirat der Gemeinde ins Leben gerufen, der sich um die Belange der Jugendlichen kümmert und Vorschläge im Gemeinderat einbringen kann. Das Jugendnetzwerk versucht, die Freizeitangebote in der Gemeinde Tholey auch für Jugendliche ohne Vereinsbindung zu verbessern, indem Synergien geschaffen und Kooperationen eingegangen werden, die dann zu offenen Veranstaltungen führen. So gab es bisher zum Beispiel einen Foto- und einen Gewalt-Ppräventionsworkshop über die Netzwerkaktivitäten.

Bei der jüngsten Sitzung des Jugendbeirates in den Räumen des Generationen-Büros überreichte Ralf Göttert, der Regionalbetreuer des Deutschen Kinderhilfswerks, den Spendenscheck an Andreas Maldener, den Ersten Beigeordneten der Gemeinde Tholey. „Wir unterstützen das Partizipationsprojekt ‚Jugendbeteiligung vor Ort’ sehr gerne. So lernen Kinder und Jugendliche nicht nur ihre Rechte kennen, sondern auch ihre Belange einzubringen und für ihre Ziele zu streiten. Das ist ein gesellschaftlich bedeutendes Projekt, das zur Nachahmung auffordert“, sagte Göttert. Elaine Neumann, Leiterin des Generationen-Büros Alt & Jung, fügt hinzu: „Wir sind bestrebt, möglichst bürgernah und qualitativ hochwertig zu arbeiten. Eine intensive Einbindung der Bürger aller Altersgruppen ist daher selbstverständlich. Wir sind stolz, mit Unterstützung des Deutschen Kinderhilfswerkes, einen der ersten Jugendbeiräte im Saarland hier in unserer Gemeinde etabliert zu haben.“

Sie lobte besonders die engagierte und produktive Mitarbeit der Jugendlichen in dem neuen Gremium. Davon konnte sich Ralf Göttert an diesem Tag auch selbst ein Bild machen. Mit wachem Auge verfolgte er interessiert den Austausch der Jugendbeiratsmitglieder. Andreas Maldener: „Die Jugendlichen stoßen hier viele Dinge an und müssen sich eigenverantwortlich für die Umsetzung einsetzen. Sie lernen, kontrovers zu diskutieren und Kompromisse zu finden. Das ist gelebte Demokratie und eine gute Schule fürs Leben.“

Der Jugendbeirat hat vier Arbeitskreise gegründet, die sich in diesem Jahr mit den Themen Exkursion, Mobilität, Öffentlichkeitsarbeit und Freizeitgestaltung befassen wollen. Auf der Agenda steht auch die Entwicklung einer Befragung, um die Bedarfe der Jugendlichen zu erfassen und die Busverbindungen zu verbessern. „Ein weiteres Projekt ist die Gestaltung einer digitalen Jugendgemeindekarte, die über Freizeitangebote, Mobilität und Treffmöglichkeiten für Jugendlichen in den Gemeindeteilen informiert“, so Elaine Neumann. Mit großem Engagement unterstützt sie den Jugendbeirat in den Sitzungen als Schriftführerin und auch als Impulsgeberin.