Kinderfest sowie Sport- und Spieletag am Bostalsee

Kinderfest am Bostalsee : Da standen nicht nur die Breakdancer Kopf

Hochbetrieb bei Sporttag und Kinderfest am Bostalsee. Zwei Tage lang wurde über Pfingsten gefeiert.

Megasause ohne Pause: Tausende junge Partygäste tobten sich am Pfingstsonntag und -montag beim zweitägigen SR3-Kinderfest am Bostalsee aus. Damit nicht genug. Zum 40. Geburtstag des künstlich angelegten Binnengewässers war der Abenteuer- und Mitmachspielplatz auf der Festwiese um den Sport- und Erlebnistag erweitert worden. Also Attraktionen satt für den Nachwuchs – und fast alles kostenlos.

„Ist das toll“, staunte der neunjährige Andy aus Hermeskeil Bauklötze beim ersten Anblick des verlockenden Angebots. Und nichts wie rein ins Getümmel. Mal rauf auf den mechanischen Bullen zum Rodeo-Reiten oder aufs wippende Surfbrett. „Hier macht es großen Spaß“, freute sich Chiara (9), die ungeduldig vor der Hüpfburg wartete, bis sie endlich an die Reihe kam.

Derweil standen die Eltern vor den Verpflegungsständen im Menschenstau. Rappelvoll war das Bastelzelt: Blumentöpfe, Hüte und Masken aus Papptellern fertigten die Jungs und Mädels. Nebenan auf der Muschelbühne mutierten Anfänger zu Tänzern. Ein paar Anweisungen von Tanzlehrerin Alice de Grazia (Tanzschule Bootz-Ohlmann) genügten, und schon passten die rhythmischen Bewegungen zum Takt der Musik. „Die Kinder haben Hummeln im Popo, sie sind sofort begeistert, kommen auf die Bühne und machen einfach mit“, sagte die zertifizierte Trainerin, die nahezu 50 Tänze mit dem Nachwuchs aufführte.

Dank des integrierten Sporttags gab es jede Menge spektakuläre Action auf der Bühne zu sehen. Die Kun-Tai-Ko-Sparte der DJK Oberthal demonstrierte eine moderne, asiatische Kampfkunst, bei der auch ein kleiner Körper Mächtiges leisten kann. „Ab acht Jahre ist das richtige Einstiegsalter. Erst wenn die Kinder die Grundschule besuchen, ist die nötige Konzentration für den Kampfsport vorhanden“, meinte Kun-Tai-Ko-Schüler Marcel Gerber. Der Turnverein (TV) St. Wendel stellte seine Karate- und Ringerabteilung vor. Mit einem Hüftwurf legte Alexander (14) die Ringerpuppe Moritz auf die Schultern. „Mit der Puppe kann man Würfe üben, die man im Training nicht so machen kann“, erklärte der Ringer. Danach übergab er Dummy Moritz an Etienne (11), der mal einen Wurf mit der Ringerpuppe ausprobieren wollte. Ein gutes Stück von der Matte entfernt, schnurrten die ferngesteuerten Autos des TV über den Parcours.

Das Kinderfest erfüllte zudem in puncto Lernort seinen pädagogischen Auftrag. Mit viel Geduld bauten die Kids in der Saarbrücker Wissenswerkstatt Magnetwippen zusammen. Die Initiative der Vereinigung der Jäger des Saarlandes hatte tierisches Anschauungsmaterial aus den heimischen Wäldern dabei. „Der Igel wehrt sich“, scherzte Tierpräparator Jürgen Kuke, als Elisa (6) dem Säugetier über die Stacheln streichelte.

Vom Streichelzoo mit den ausgestopften Tieren noch einmal zurück zum Bewegungsdrang auf die Muschelbühne. Eine atemberaubende, akrobatische Break- und Streetdance-Show legte die Saarbrücker Formation East-Rock-Stylers auf dem harten Bühnenboden hin.

Kindertanz-Lehrerin Alice de Gracia führte mit dem Nachwuchs Tänze auf. Foto: Frank Faber
Beim Kinderfest konnte der Nachwuchs richtig zuschlagen. Foto: Frank Faber

Am Pfingstmontag setzte sich das Programm beim Kinderfest unter anderem mit den Demonstrationen der Sportarten Judo und Rope Skipping fort.

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