Grenzstein nach Vorschrift aus dem Jahr 1755 gesetzt

Grenzstein nach Vorschrift aus dem Jahr 1755 gesetzt

Die Reihe der Grenzsteine an der Grenze des ehemaligen Kurfürstentums Trier, Meyerei Hüttigweiler, und an der Grenze der damaligen Grafschaft Nassau-Ottweiler, Meyerei Welschbach, wurde auf dem Grundstück der Kapelle „Maria Königin des Friedens“ vervollständigt. Die Mitglieder des Arbeitskreises zur Ortsgeschichte von Hüttig-Raßweiler, Lothar Kreinbihl, Werner Siffrin und Benno Weiskircher, nahmen auf dem Weihersbrunnenberg eine Grenzsteinsetzung nach der Vorschrift von 1755 vor.

Der neue historische Grenzstein mit der Nummer 45 der Zählung 1 bis 61, dem Setzjahr 1755 hatte Albert Jost aus einem Findling geschaffen und dem Arbeitskreis zur Verfügung gestellt. "Der ursprüngliche Grenzstein ging im Laufe der Jahre verloren. Er stand in einer Distanz von 23 Ruthen, vier Schuh von Grenzstein Nummer 44. Aus landwirtschaftlichen Gegebenheiten wird der neue Gedenk-Grenzstein Nummer 45 in der Distanz von weiteren drei Ruthen, ein Schuh von Grenzstein Nummer 44 gesetzt", beschrieb Lothar Kreinbihl den neuen Standort.

Albert Jost stellte seine Steinhauerarbeit den Besuchern der Grenzsteinsetzung vor. So hat er die Wappen, die Jahreszahlen und den "Weiser" an den jeweiligen Seiten des Steines eingemeißelt. Zur Sicherung des Grenzsteines hat er am Fuß des Steines ein Metallband zur Stabilisierung angebracht. "Eine sehr interessante Geschichte", zeigte sich Ortsvorsteher Guido Jost beeindruckt. Die nächste Grenzsteinwanderung findet am Ostersamstag, 19. April, statt.

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