Mit Vollgas zur Meister-Party

Die Basketballer des TV Saarlouis empfangen an diesem Sonntag im letzten Heimspiel der Saison die SG Trier. Anschließend steigt eine große Meisterschaftsfeier mit den Fans. Die Lizenz für die Zweite Bundesliga Pro B hat der Verein schon beantragt.

Noch einmal Vollgas - und dann feiern. Die Basketballer des TV Saarlouis empfangen am Sonntag um 17.30 Uhr die SG Trier zum letzten Heimspiel der Regionalliga-Saison. Zwar haben sie bereits vor 14 Tagen den Titel mit einem Auswärtssieg bei MTV Kronberg (104:97) perfekt gemacht, doch der neue Meister will sich auch weiter keine Blöße mehr geben. "Das ist keine lästige Pflichtübung," sagt Teammanager Hanno Mouget. Und Spieler Jimmy Lauter verspricht, dass es "kein Larifari-Spiel" gibt.

Gagliardi ist zurück in Kanada

Nicht im Saarlouiser Trikot auflaufen wird Wirbelwind Robert Gagliardi. Der Italo-Kanadier reiste bereits am Montag zurück in seine Heimatstadt Whitby bei Toronto. Gagliardi und seine kanadische Lebensgefährtin Tiffany erwarten Ende April die Geburt ihres Kindes. "Wir hatten die Absprache mit Rob, dass er direkt nach Hause kann, wenn wir den Titel eingefahren haben," verriet Mouget.

"Ich würde gerne wiederkommen, ich mag es hier", sagte Gagliardi Ende März. Ob er aber tatsächlich zur kommenden Saison nach Saarlouis zurückkehrt, ist noch ungewiss. Die Kaderplanung des TVS ist noch lange nicht abgeschlossen. "Natürlich haben wir den einen oder anderen Spieler im Auge, der zu uns passen würde. Aber das wird sich die nächsten Wochen ergeben," sagt Mouget. Zudem wird in den nächsten Wochen noch so mancher Spieler auf den Markt kommen. Denn noch stehen in einigen Ligen Auf- und Abstiegsspiele an. Auch in der Zweiten Bundesliga ProB, wo der TV Saarlouis kommende Saison spielen will. Die dafür nötige Lizenz hat der Verein am Montag fristgerecht bei der Geschäftsstelle in Hagen beantragt. Der Entscheid steht noch aus.

Mit dem Aufstieg muss sich einiges ändern bei den Basketballern des TV Saarlouis. "So nebenbei lässt sich das nicht mehr bewerkstelligen," sagte Manager Mouget. Die Vereinsspitze denkt deshalb auch über die Gründung einer GmbH nach, in die die Mannschaft ausgliedert werden könnte.

Umzug in die Stadtgartenhalle?

Die Standards der ProB verlangen auch eine Spielstätte mit mindestens 500 Zuschauerplätzen. Zwar finden in der Kreissporthalle bis zu 750 Menschen Platz, dennoch prüfen die Saarlouiser einen Umzug in die größere Stadtgartenhalle. "Wir werden in den nächsten Tagen mit der Stadt Saarlouis Gespräche aufnehmen," sagte Mouget. Er sei dabei guter Dinge, auch dass ein Konsens mit den Handballern der HG Saarlouis gefunden werden könne, die neben den Basketballerinnen der Saarlouis Royals ihre Heimspiele in der Stadtgartenhalle austragen.

Vorerst liegt der Fokus aber auf dem letzten Heimspiel am Sonntag gegen Trier. Nach der Partie gegen den Tabellen-Zehnten plant Mouget eine Meisterschaftsfeier mit den Zuschauern: "Auch als Dank an unsere treuen Fans wollen wir im Anschluss mit Freibier feiern."