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Ausbildungsmesse in der Gemeinschaftsschule Türkismühle

Ausbildungsmesse : Fit für den Start ins Berufsleben

Bei der Ausbildungsmesse in der Gemeinschaftsschule Türkismühle konnten sich die Jugendlichen über Jobangebote informieren.

Mit dem Tag der Ausbildungs- und Berufsorientierung hat die Gemeinschaftsschule Türkismühle unter dem Motto „Next Step“ offenbar den Nerv der Schüler getroffen. Rund 750 Jungen und Mädchen haben das Angebot genutzt. 47 Ausbildungsbetriebe stellten mehr als 60 Berufe vor und präsentierten sich als Ausbildungspartner.

Hervorgegangen ist die Idee zu einer Messe aus einem Netzwerktreffen mit Firmen der Region, das Lehrer Jörg Friedrich seit drei Jahren organisiert. „Der Tenor dieses jährlichen Treffens war die Fragestellung, was können wir als Schule für Firmen tun und was können die Firmen für uns als Schule und unsere Schüler tun“, erklärte Friedrich. Für die Schüler der achten, neunten, zehnten und elften Klassen war der Besuch der Messe verpflichtend. Drei Gespräche mussten sie jeweils mit den Firmen führen. Für die Jugendlichen der Oberstufe setzte Friedrich auf Eigeninitiative. Außerdem wurden die Schüler anderer Schulen kreisweit und auch im Landkreis Birkenfeld durch Veröffentlichungen in der Presse eingeladen.

„Wir haben ganz bewusst darauf verzichtet, in der Aula oder der Sporthalle den Betrieben die Möglichkeit zu geben, sich wie auf einer Messe üblich, an Ständen zu präsentieren. Vielmehr haben wir unsere Klassensäle zur Verfügung gestellt und so konnte jeder einzelne Betrieb, seine Konzepte in jeweils einem Klassenraum umsetzen. Dies schafft nicht nur Freiräume, sondern bietet auch individuelleren und optimierten Beratungskonzepten Raum für persönliche und intensive Gespräche“, erläuterte der Organisator.

Umlagert waren bereits zu Anfang der Messe die Angebote der Bundespolizei und der Bundeswehr. „Wir haben Hubschrauber, Schiffe und Hunde“, konnte ein Beamter der Bundespolizei das Interesse der Jugendlichen wecken. Dem stand die Bundeswehr im Nachbarraum in nichts nach. Offenbar haben die vielfältigen Möglichkeiten der institutionellen Anbieter eine große Anziehungskraft bei den Berufsanfängern. Das zeigte die Messe. Auch soziale Berufsbilder, beispielsweise bei der Lebenshilfe, und lokale Industrieansiedlungen wie Hörmann und Nestlé-Wagner stießen auf großes Interesse.

Die Jugendlichen konnten Fragen klären wie zum Beispiel: Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es in Ihrem Unternehmen? Wie lange dauert die Ausbildung? Welchen Schulabschluss benötige ich? Bis wann muss ich mich beworben haben? Wie oft bin ich während der Ausbildung im Betrieb und wie oft an der Berufsschule? Wie wahrscheinlich ist es, dass ich nach der Ausbildung übernommen werde? Wie sieht es mit Praktika aus? Und vieles mehr.

Ergänzt und abgerundet wurde die Messe von Vorträgen. So bot zum Beispiel die Bundesagentur für Arbeit zusammen mit der Kommunalen Arbeitsförderung des Landkreises St. Wendel einen Vortrag zur Berufsorientierung mit den Schwerpunkten Online-Angebote und Fit für die Ausbildung an. Die Arbeitskammer des Saarlandes nahm sich des Themas Rechte und Pflichten in der Ausbildung an. Außerdem wurde das Thema Auslandsaufenthalt behandelt.