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TuS Hirstein hat einen Platz im Trainer-Team zu vergeben

Fußball : TuS Hirstein: Ein Trainer bleibt, einer geht

Fußball-Kreisligist TuS Hirstein treibt seine Personalplanungen für die kommende Runde voran. Gesucht wird noch ein weiterer Trainer. Denn während Matthias Becker aus dem bisherigen Spielertrainer-Duo bleibt, hört Matthias Gerhart auf.

Beim TuS Hirstein aus der Fußball-Kreisliga A Nahe stehen in den kommenden Tagen und Wochen noch einige Gespräche an. Der Grund: Bei den Rot-Weißen ist die Trainerfrage für die kommende Spielzeit noch nicht endgültig geklärt. In der vor wenigen Tagen wegen der Corona-Pandemie abgebrochen Spielzeit wurde das Team von Matthias Becker und Matthias Gerhart als Spielertrainer-Duo angeführt. „Matthias Becker wird weitermachen, in welcher Rolle ist allerdings noch nicht ganz klar. Matthias Gerhart hört dagegen aus familiären Gründen auf“, berichtet Steven Schmid, der beim TuS für den Spielbetrieb zuständig ist.

„Ich habe das dem Verein bereits im Dezember mitgeteilt, dass ich als Trainer aufhöre“, berichtet Gerhart. „Ich habe eine vier Jahre und eine sieben Monate alte Tochter. Deshalb habe ich entschieden, aus zeitlichen Gründen das Traineramt abzugeben.“ Der 34-Jährige ergänzt: „Ich werde dem Verein aber als Spieler weiter zur Verfügung stehen. Die Schuhe möchte ich noch nicht an den Nagel hängen, dafür fühle ich mich noch zu fit.“

Matthias Becker bedauert die Entscheidung seines Namensvetters: „Ich hätte gerne mit Matthias weitergemacht“, erklärt der 32-Jährige, der im vergangenen Sommer zum Trainer-Duo hinzustieß.

Becker wird dem TuS mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Übungsleiter-Team erhalten bleiben. Allerdings ist es gut möglich, dass er ein wenig ins zweite Glied rückt. „Es ist angedacht, dass ich kommende Runde Co-Spielertrainer werde.“ Eine Rolle, mit der sich Becker gut anfreunden könnte: „Als Trainer müsste ich immer da sein, das ist aber aktuell bei mir aus beruflichen Gründen und wegen einer Fortbildung nicht immer möglich.“

Wer neben Becker noch zum neuen Übungsleiter-Team des Kreisligisten zählen wird, ist noch nicht geklärt: „Wir würden einen reinen Trainer, der an der Außenlinie steht, bevorzugen“, berichtet Schmid. Gespräche mit potentiellen Kandidaten laufen.

Zum Abschluss gekommen sind immerhin schon die Gespräche mit zwei Spielern, die den TuS kommende Runde verstärken werden: Der 28-jährige Innenverteidiger Patrick Meiser wird vom SV Leitersweiler aus der Kreisliga A Blies nach Hirstein zurückkehren.

Vom Liga- und Lokalrivalen SV Hofeld schließt sich Offensivspieler Thorsten Engbarth den Rot-Weißen an. „Ihn kenne ich noch aus meiner Zeit beim SV Asweiler-Eitzweiler. Er wird uns vorne enorm weiterhelfen. Er ist eine Wunsch-Verpflichtung von mir“, freut sich Becker über den geglückten Transfer.

Mit Stammtorwart Niklas Geisenhainer, der sich Landesligist SG Oberkirchen-Grügelborn anschließt, wird es allerdings auch einen schmerzhaften Abgang geben. Deswegen sucht der TuS aktuell noch händeringend nach einem starken Schlussmann.

Sollte dieser gefunden werden, hofft der TuS, kommende Runde ein Stück weiter nach oben zu kommen als in der Spielzeit 2020/21. Zum Zeitpunkt des Abbruchs der Runde lag das Team in der Kreisliga A Nahe nämlich mit vier Punkten aus sieben Begegnungen auf dem drittletzten Platz.

Nach einem guten Start mit einem 1:0-Auftakterfolg gegen Schlusslicht Spvgg. Sötern und einem 1:1 im Derby gegen den SV Hofeld hatte es fünf Niederlagen am Stück gegeben. Einige davon waren zu erwarten, wie beispielsweise das 0:5 gegen Aufstiegsanwärter SF Tholey. Andere dagegen, wie das 1:4 gegen den SV Überroth II oder die Niederlage mit gleichem Ergebnis gegen den SV Mosberg-Richweiler, kamen hingegen – zumindest in dieser Deutlichkeit – überraschend. „Wir befinden uns in einem Neuaufbau, der auch wegen Corona noch nicht so funktioniert hat, wie wir es gerne hätten“, bilanziert Schmid.

Nach der Auflösung der SG Hirstein-Gehweiler im Jahr 2018 und dem Verlust zahlreicher Leistungsträger in der Zeit danach hat es sich der TuS zum Ziel gesetzt, Spieler aus dem eigenen Ort weiterzuentwickeln. Mit diesen möchte der Verein sukzessive wieder ein Stück weiter nach oben in der Tabelle der Kreisliga A Nahe kommen.

Getreu diesem Ziel kommen auch vermehrt junge einheimische Akteure zum Einsatz. „Wir haben auch in dieser Saison auf Spieler gesetzt, die gerade erst aus der Jugend gekommen sind. Dass dann mal Fehler passieren, ist einkalkuliert. Dieses Risiko gehen wir ein“, erklärt Becker.

 Matthias Gerhart wird aus familiären Gründen als Trainer aufhören, bleibt dem TuS aber als Spieler erhalten.
Matthias Gerhart wird aus familiären Gründen als Trainer aufhören, bleibt dem TuS aber als Spieler erhalten. Foto: Niklas Bungert

Denn mit dem Einbau von „frischem Blut“ soll der Verein fit für die Zukunft gemacht werden. „Wir wollen auch einen Generationen-Wechsel einleiten“, verrät Becker. „Denn wir haben auch noch einige ältere Spieler im Kader, die vielleicht in drei bis vier Jahren mal aufhören.“