1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Namborn

Trauerfeier für Feuerwehrmann in Furschweiler

Trauerfeier in Furschweiler : Mit Blaulicht die letzte Ehre erwiesen

Kameraden organisierten eine besondere Trauerfeier für Ehrenlöschbezirksführer Manfred Weber aus Furschweiler.

Die Feuerwehren der Gemeinde Namborn haben ihrem geschätzten Kameraden Manfred Weber aus Furschweiler mit einem Spalier die letzte Ehre erwiesen. Der Ehrenlöschbezirksführer des Löschbezirks Namborn-Mitte war am 25. Februar im Alter von 68 Jahren gestorben. „Mit Manfred konnten wir immer rechnen, er war ein toller Kamerad und Freund“, sagte Hagen Zuschlag, ein langjähriger Wegbegleiter von Weber aus dem Löschbezirk Hirstein. Die Nachricht vom Ableben des Ehrenlöschbezirksführers hat die Brandschützer in Namborn hart und tief getroffen. „Doch in Corona-Zeiten ist es schwer, einem Kameraden die letzte Ehre zu erweisen, die er verdient“, meinte Heiko Schneider vom Löschbezirk-Namborn Mitte. Denn aufgrund der geltenden Corona-Auflagen waren zur eigentlichen Beisetzung auf dem Friedhof maximal zehn Personen zugelassen.

Doch damit wollten sich Webers Kameraden nicht zufriedengeben. Schneider entdeckte daraufhin im Internet eine besondere Traueraktion der Feuerwehren im Altenburger Land (Thüringen). „Wir haben uns dann entschlossen, mit einem Spalier coronakonform unserem Kameraden Manfred ein letztes Geleit zu geben“, erläuterte der stellvertretende Gemeindewehrführer Martin Molter. So säumten 30 Feuerwehrkameraden und 15 Fahrzeuge mit Trauerflor und eingeschaltetem Blaulicht die Hauptstraße von der Kirche bis zum Friedhof, um für die Beerdigung Spalier zu stehen und ihren Kameraden zu verabschieden. „Manfred war bei Einsätzen immer der ruhende Pol und auch in größtem Stress hat er die kameradschaftliche Seite nie vergessen“, lobte Zuschlag.

Manfred Weber war ein echtes Urgestein der Namborner Feuerwehr. Nach der Jugendfeuerwehr schloss er sich als 16-Jähriger den Aktiven in seinem Heimatort Furschweiler an. „Mit ihm konnte man immer rechnen, nach Übungen und Lehrgängen ist man sich ja privat nähergekommen“, blickte Zuschlag zurück. Einstellung, Charakter, Sozialkompetenz und Disziplin prädestinierten Weber schnell zur Führungspersönlichkeit in Reihen der Brandschützer. 1985 wurde er zum Löschbezirksführer gewählt. Auch beim Zusammenschluss der Löschbezirke Hofeld-Mauschbach, Eisweiler, Roschberg und Furschweiler im Jahre 2007 ging Weber tatkräftig voran. Im neuen Löschbezirk Mitte übernahm er die Führung. „Bei zahlreichen Lehrgängen habe ich Manfred als Ausbilder und guten Kameraden kennen und schätzen gelernt“, erinnerte sich Tobias Zuschlag vom Löschbezirk Hirstein.

In der Jahreshauptversammlung 2016 wählten seine Kameraden Weber einstimmig zum Ehrenlöschbezirksführer des Löschbezirks Namborn-Mitte. 2018 schied er aus dem aktiven Dienst aus und kümmerte sich noch um die Belange der Altersabteilung. „Feuerwehr war sein Leben, und dabei stellte er sein Privatleben sehr oft hinten an“, berichtete Schneider. Mit Manfred Weber habe die Namborner Feuerwehr leider einen treuen, aufopferungsvollen und ehrenwerten Kameraden verloren, dessen Wirken stets voller Anerkennung in Erinnerung bewahrt werde.