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Gemeinderat Überherrn
Jahresziel: 25 000 Euro mehr im Säckel

Überherrn. Der Gemeinderat Überherrn hat den Haushalt 2019 verabschiedet. Im kommenden Jahr fehlen 1,8 Millionen Euro.

Nicht ganz einstimmig, aber mit immerhin 24 Ja-Stimmen, sechsmal Nein und zwei Enthaltungen hat der Überherrner Gemeinderat den Haushalt 2019 verabschiedet. Vorausgegangen war eine lange und ausführliche Diskussion, nicht zuletzt um die neue Feuerwache und das neue Dorfzentrum in Altforweiler (wir berichteten). Im Wesentlichen könne man aber mit dem neuen Haushalt zufrieden sein, da waren sich die Sprecher der beiden großen Fraktionen, Manuel Speicher (CDU) und Ralf Cavelius (SPD), im Rat durchaus einig. Denn bei der langen Durststrecke, die Überherrn als Sanierungsgemeinde hinter sich hat, zeichnet sich helles Licht am Horizont ab.


Eigentlich habe er sich zum Ziel gesetzt, die Gemeinde bis zum Ende seiner Amtszeit aus der Überschuldung heraus zu haben, sagte Bürgermeister Bernd Gillo, das habe er allerdings nicht ganz geschafft. „Wir haben weiterhin dringenden Sanierungsbedarf. Es fehlen auch im kommenden Jahr 1,8 Millionen Euro, die wir der Rücklage entnehmen müssen, aber wir haben unsere Hausaufgaben richtig gemacht, und der Betrag wird jedes Jahr weniger“, freute sich Gillo und verwies auf den Liquiditätsüberschuss, der seit 2016 kontinuierlich ansteigt. Sein Plan: „Am Ende des Jahres 25 000 Euro mehr im Säckel haben als jetzt.“ Und dies ist durchaus im Rahmen des Machbaren.  „Die strukturellen Einzelmaßnahmen haben Rechnung getragen“, freute sich Kämmerer Bernd Geber. Immerhin sind im neuen Haushalt einige große Investitionen enthalten: der Neubau zweier Feuerwachen sowie ein neues Löschfahrzeug. Außerdem dringende Renovierungsmaßnahmen für die Kulturhalle und die Adolf-Collet-Halle, den Kreisverkehr am Häsfeld, Toilettenanlagen am Lehnchensplatz, Straßensanierungen in allen Ortsteilen und Instandhaltungsmaßnahmen für den Beruser Turm.

Keine Zustimmung fand bei beiden Fraktionsvorsitzenden die Idee der Errichtung einer Kompostierungsanlage, die mit rund einer halben Million Euro zu Buche schlagen würde. Die laufenden Betriebskosten nicht eingerechnet. CDU-Mann Manuel Speicher verwies auf das Konnexitätsprinzip und forderte, man solle den EVS aus Landesmitteln sanieren und dies nicht den Kommunen anlasten. Der Rat einigte sich dann auf Vorschlag von Ralf Cavelius darauf, der Verwaltung den Prüfauftrag zu erteilen, inwieweit eine Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden beziehungsweise mit der Stadt Saarlouis möglich sei.



Den Haushaltssanierungsplan für die Jahre 2019 bis 2022 hat der Überherrner Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ebenfalls verabschiedet.

(xan)