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Ritter in glänzender Rüstung holen die Fahne einAuch im Winter geht die Arbeit auf der Teufelsburg weiter

Ritter in glänzender Rüstung holen die Fahne einAuch im Winter geht die Arbeit auf der Teufelsburg weiter

Felsberg. Große und kleine Besucher sind am Sonntagmittag mit dem Auto gekommen, das Fußvolk mit Kinderwagen und Nachwuchs auf den Schultern. Ihr Ziel war die Teufelsburg oberhalb von Felsberg. Dort wurde die gelb-schwarze Fahne mit dem Wappen der Herren zu Velßperg zum Abschluss der Saison 2012 wieder eingeholt.Den Rahmen lieferte ein Wetter, bei dem Könige gekrönt werden könnten

Felsberg. Große und kleine Besucher sind am Sonntagmittag mit dem Auto gekommen, das Fußvolk mit Kinderwagen und Nachwuchs auf den Schultern. Ihr Ziel war die Teufelsburg oberhalb von Felsberg. Dort wurde die gelb-schwarze Fahne mit dem Wappen der Herren zu Velßperg zum Abschluss der Saison 2012 wieder eingeholt.Den Rahmen lieferte ein Wetter, bei dem Könige gekrönt werden könnten. Unter strahlend blauem Himmel verkündete der Vorsitzende der Fördergemeinschaft Teufelsburg, Holger Zenner, das Ende der Saison. Für die Fahnensenkung standen Ritter in glänzenden Rüstungen und gewandete Damen auf der obersten Plattform der Teufelsburg bereit.

Das Bergplateau, das die um 1360 erbaute Burg großenteils einnimmt, wurde von Besuchern der Zeremonie bevölkert, aber auch von zahlreichen Wanderern und Radfahrern. Richtung Felsberg hatte die Fördergemeinschaft Teufelsburg einen Ausschank aufgebaut, daneben standen Tische und Bänke zur Rast. Und wie von einer Aussichtsterrasse ging der Blick weit ins Saartal hinaus.

An so einem Tag ist auch das Burgmuseum geöffnet. In ihm kann die Geschichte der wuchtigen Wehranlage nachvollzogen werden. Rund 340 Jahre lang hatte sie Bestand, bis zur Zerstörung um das Jahr 1699. Erst in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde der verbliebene Steinhaufen in heutiger Form mit großem Einsatz vieler Helfer wieder aufgebaut. Feuer im Burggraben - dafür sorgte nach Einholen der Fahne "Elements on Fire" mit einer flammenden Schau. So mancher Feuerball stieg dabei weit hinauf und wärmte Zuschauer auf Burg und Brücke. Märchenhaftes hatte die ehemalige Spielgemeinschaft Teufelsburg mitgebracht. Während sich Besucher der Burg stärkten, gaben sie die Geschichte von Dornröschen zum Besten. In traumhaften Kostümen, einem Spinnrad und einem von Lakaien gehaltenen Bühnenvorhang. az

Herr Zenner, warum finden alljährlich Fahnenhissen und Einholen der Fahne statt?

Zenner: Wir zeigen damit den Beginn und Abschluss einer gelungenen Saison, in der auch nichts Schlimmes passiert ist. Danach fällt die Burg in Winterschlaf. Der ist aber nur symbolisch, denn die Arbeit geht weiter.

Wer leistet eigentlich diese Arbeit? Denn Vorbereitungen, Programm und Abbau machen sich ja nicht von selbst.

Zenner: Das macht seit Jahren die Fördergemeinschaft Teufelsburg. Unser Ziel ist es, die Burg für Besucher gut zu präsentieren und in einem guten Zustand zu halten.

Es war eine Zeit lang ruhig geworden um die Burg. Was steht 2013 an?

Ein flammendes Spektakel boten "Elements on Firme" im Graben der Teufelsburg. Foto: Johannes A. Bodwing

Zenner: Es ging schon vor ein paar Monaten los mit der Fortsetzung der Sanierungsarbeiten rings um die Burg. In den nächsten Tagen wird die Brücke über den Graben erneuert. Und als große Veranstaltung ist für 2013 ein Open Air vorgesehen. Außerdem ist in der Saison 2013 das Burgmuseum einmal im Monat geöffnet, und das große Modell der Burg wird dann ausgestellt.