Bahnübergänge werden sicherer

Nalbach. Wenn der morgendliche Güterzug durch Nalbach fährt, macht er vor jedem der fünf Bahnübergänge halt. Ein Mitarbeiter steigt aus, gibt Autofahrern mit einem roten Fähnchen das Stoppsignal. Der Güterzug passiert langsam, der Bahnmitarbeiter gibt die Straße frei, steigt wieder ein und so geht es weiter zum nächsten Bahnübergang

Nalbach. Wenn der morgendliche Güterzug durch Nalbach fährt, macht er vor jedem der fünf Bahnübergänge halt. Ein Mitarbeiter steigt aus, gibt Autofahrern mit einem roten Fähnchen das Stoppsignal. Der Güterzug passiert langsam, der Bahnmitarbeiter gibt die Straße frei, steigt wieder ein und so geht es weiter zum nächsten Bahnübergang. Eine nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz nicht mehr zulässige Notlösung, die ab Frühsommer 2013 in Nalbach abgeschafft werden soll. Dann sollen die derzeit kaputten Schranken und Signale in Stand gesetzt werden. Der Streckenbetreiber RST Rangier-Service und Transport Gesellschaft aus St. Ingbert hat der Gemeinde Sanierungsvorschläge vorgestellt, die der Gemeinderat inzwischen einstimmig mit einigen Änderungen beschlossen hat.

Deutsche Bahn war Besitzer

Streckenbesitzer war bis 2005 die Deutsche Bahn, danach hat die Limbacher Firma Gebrüder Meiser die Strecke gepachtet und RST mit der Betriebsführung beauftragt. Auf der nicht öffentlichen Strecke verkehren Güterzüge. "Bei Übernahme der Strecke von der DB war die Sicherung bereits sehr störanfällig", erklärt Hubert Kus, Geschäftsführer der Bahnlog-Logistik-Tochter RST. 2009 mussten die Bahnschranken abgestellt werden, die Saarländische Landeseisenbahnaufsicht genehmigte die manuelle Sicherung bis zur Instandsetzung der technischen Sicherung.

Die geplanten Baumaßnahmen betreffen die Bahnübergänge der Wiesenstraße und Brückenstraße in Bilsdorf sowie der Bahnhofstraße, Kapellenstraße und Lebacher Straße in Körprich. Die Bauarbeiten beinhalten in Wiesenstraße und Brückenstraße eine Aufweitung der Straße auf rund fünf Meter und eine Versetzung der Rinnsteine rechts und links in einer Entfernung von 25 Metern vom Bahnübergang.

Am Bahnübergang Bahnhofstraße wird die Zufahrt zu Plakoma aufgeweitet. Nach aktuellen Vorgaben muss Platz genug sein, damit ein Lkw und ein Auto am Bahnübergang aneinander vorbeifahren können.

Halbschranken und Lichtzeichen werden neu gebaut, Wiesenstraße, Bahnhofstraße, Kapellenstraße und Lebacher Straßen bekommen zusätzlich Gehwegschranken. Den Gemeinderatsmitgliedern ist es wichtig, bei der Planung auf Gewerbeunternehmer Rücksicht zu nehmen. Entgegen des von RST vorgeschlagenen Einfahrverbotes in die Wiesenstraße von Fahrzeugen, die länger als zehn Meter sind, wurde im Rat ein Kompromiss mit Vorrangschildern ausgehandelt.

Auch in der Bahnhofstraße wird vom ursprünglichen Plan, Linksabbiegen zu untersagen und mehr als zehn Meter lange Fahrzeuge nicht mehr passieren zu lassen, wegen der Zufahrt des Walzwerkbau-Unternehmens Plakoma abgewichen. Züge sollen hier halten, damit der Verkehr abfließen kann.

Zwei Millionen Euro Kosten

Die Baukosten betragen zwei Millionen Euro, inklusive Instandsetzung eines Schmelzer Bahnübergangs auf derselben Strecke. Die Finanzierung passiert durch Fördermittel und die Firmen RST und Gebrüder Meiser finanziert. Eine Beteiligung seitens der Gemeinde Nalbach ist bei der Instandsetzung der fünf Bahnübergänge nicht vorgesehen.