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Ein Denkmal erstrahlt in neuem Glanz

Diefflen. 135 000 Euro kostete die aufwändige Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Einsegnungshalle auf dem Friedhof im Dillinger Stadtteil Diefflen. Ein Ersatzbau war vom Stadtrat zuvor verworfen worden.

Diefflen. Die unter Denkmalschutz stehende Einsegnungshalle auf dem Friedhof in Diefflen ist nach der Sanierung durch die Stadt Dillingen wieder eröffnet worden. Über die Jahre hatten sich die Holzlamellen der Kuppel geworfen und die Verbindung zu den Glasteilen löste sich, so dass es in die Einsegnungshalle hineinregnete. Auch die Kathedralgläser mussten ersetzt werden. Die Möglichkeit eines Ersatzbaus verwarf die Stadt Dillingen. "Sie ist ein Denkmal und dementsprechend wollten wir sie sanieren", erklärt Bürgermeister Franz-Josef Berg diese Entscheidung. "Es war wichtig, die Einsegnungshalle wieder in die Form zu bringen, die sie für die Nutzung braucht. Das Ergebnis gibt uns Recht, der Bau erstrahlt heute wieder in einem ganz besonderen Licht."Die Einsegnungshalle wurde 2010 in die saarländische Denkmalliste aufgenommen. Sie zeichnet sich insbesondere durch ihre steile Kuppel aus, die sich seitlich über dem Flachbau erhebt. Diese Kuppel besteht aus den erwähnten tragenden Metallelementen und dazwischen liegenden Glasbändern.


In der Nachkriegszeit ließen die Kommunen den Architekten weitgehend freie Hand bei der Gestaltung von Leichenhallen. Bei der Einsegnungshalle in Diefflen hat der 2010 im Alter von 85 Jahren verstorbene Dillinger Architekt Konny Schmitz "seine eigene Handschrift in virtuoser Form zum Ausdruck gebracht", sagt Rupert Schreiber vom Landesdenkmalamt. Die Sanierung der Kuppel und die Abdichtung des Flachdaches dauerten gut sechs Monate und kosteten 135 000 Euro. ssch/spr