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St. Bonifatius erstrahlt in neuem Licht

Überherrn. Ein gutes halbes Jahr sollten die Sanierungsarbeiten in der St. Bonifatius Kirche in Überherrn dauern, zumindest hoffte das im März 2010 die Kirchengemeinde, allen voran Pastor Elmar Klein. Doch die Maßnahmen waren umfangreicher als gedacht. Erst zu Beginn des Jahres begannen nun die Maler mit den Feinheiten. Die Menschen aus der Kirchengemeinde zeigten eine große Solidarität Von SZ-Mitarbeiterin Heike Theobald

Überherrn. Ein gutes halbes Jahr sollten die Sanierungsarbeiten in der St. Bonifatius Kirche in Überherrn dauern, zumindest hoffte das im März 2010 die Kirchengemeinde, allen voran Pastor Elmar Klein. Doch die Maßnahmen waren umfangreicher als gedacht. Erst zu Beginn des Jahres begannen nun die Maler mit den Feinheiten. Die Menschen aus der Kirchengemeinde zeigten eine große Solidarität. Beim Spendenaufruf des Pastors "Lass die Kirche im Dorf" kamen 78 000 Euro zusammen. "Ich bin ja so stolz, dass die Menschen das mitgetragen haben", sagt Klein. Nun soll an Palmsonntag gemeinsam der neue Glanz der Kirche gefeiert werden.Rückblick: "Die Kirche wird in fünf Jahren geschlossen werden müssen, wenn sie nicht von Grund auf saniert wird", lautete damals das Fazit des Architekten. Die geschätzten Kosten beliefen sich auf 250 000 Euro. 60 Prozent davon sollte das Bistum Trier übernehmen, ein Zuschuss kam aus dem Konjunkturpaket. Den Rest musste die Pfarrei stemmen. 2000 Euro bräuchte sie monatlich, um eine Finanzierung möglich zu machen. Danach bat der Pastor die Katholiken seiner Pfarrei um Spenden. Heute, nachdem die Sanierungsarbeiten in der Kirche abgeschlossen sind, steht fest: Die Baukosten betragen insgesamt 300 000 Euro. Ein Drittel der Kosten sollte aus dem Eigenanteil kommen, das sind 100 000 Euro.


Die Investitionen haben sich gelohnt, die Rundumsanierung kann sich sehen lassen. In sanften Farben erstrahlt das Innere der Kirche nun, ganz im Sinne des Denkmalsschutzes, der vorschreibt, die Farbgebung der Kirche im Grundsatz bestehen zu lassen. Der Zeit angepasst hat man die Beleuchtung, sie ist nämlich durch LED-Leuchtmittel ausgetauscht worden. "Sie bringen nicht nur ein besseres optisches Ergebnis in Sachen Helligkeit, sie sorgen auch für eine jährliche Einsparung von bis zu 2500 Euro", sagt Klein. Der Kraftakt konnte nur geschafft werden, weil die Kirchengemeinschaft zusammenhielt: "Das hat mir gezeigt, dass die Kirche doch noch einen hohen Stellenwert hat." Wenngleich die geforderte Höhe des Eigenanteils noch nicht ganz erreicht ist - Klein zeigt sich jedoch zuversichtlich.

Das Einzige, was jetzt noch nicht im neuen Glanze erstrahlt, das ist die Außenfassade. Dafür gibt es nämlich keine Zuschüsse. Nun soll an Palmsonntag zunächst einmal die Messe wieder in St. Bonifatius gefeiert werden. Nach dem Hochamt gibt es im Pfarrheim "Kloster" ein Mittagessen, anschließend Kaffee und Kuchen. Außerdem wird der Palmhase für die Kinder eine kleine Überraschung parat halten.