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Berufsschulen
Berufsschullehrer halten IT-Schulungen für notwendig

Josef Paul, Vorsitzender des Lehrerverbands VLBS
Josef Paul, Vorsitzender des Lehrerverbands VLBS FOTO: Petra Klein
Saarbrücken. Die Berufsschullehrer halten die Ankündigung der Landesregierung, ihren Schulen bis Ende 2020 insgesamt 37 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, für „einen sehr wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Der Unterricht der Auszubildenden müsse auf Augenhöhe mit den Ausbildungsbetrieben möglich sein, sagte Josef Paul, Vorsitzender des Verbands der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen im Saarland. Dafür benötigten die Schulen zum Beispiel die gleiche IT-Ausstattung. „Zurzeit besteht im Saarland an fast allen Berufsbildungszentren ein großer Nachholbedarf gegenüber der Ausstattung der Schulen in anderen Bundesländern“, sagte Paul. Er mahnte jedoch, es dürfe nicht erwartet werden, dass die Lehrer sich das nötige Wissen im Umgang mit der neuen Ausstattung autodidaktisch beibringen. Die Lehrer müssten auch entsprechend geschult werden. Die Gebäude der Berufsbildungszentren sind im Grunde alle mehr oder weniger renovierungsbedürftig. Von Nora Ernst
Nora Ernst

Die Berufsschullehrer halten die Ankündigung der Landesregierung, ihren Schulen bis Ende 2020 insgesamt 37 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, für „einen sehr wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Der Unterricht der Auszubildenden müsse auf Augenhöhe mit den Ausbildungsbetrieben möglich sein, sagte Josef Paul, Vorsitzender des Verbands der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen im Saarland. Dafür benötigten die Schulen zum Beispiel die gleiche IT-Ausstattung. „Zurzeit besteht im Saarland an fast allen Berufsbildungszentren ein großer Nachholbedarf gegenüber der Ausstattung der Schulen in anderen Bundesländern“, sagte Paul. Er mahnte jedoch, es dürfe nicht erwartet werden, dass die Lehrer sich das nötige Wissen im Umgang mit der neuen Ausstattung autodidaktisch beibringen. Die Lehrer müssten auch entsprechend geschult werden. Die Gebäude der Berufsbildungszentren sind im Grunde alle mehr oder weniger renovierungsbedürftig.


Auch die Arbeitskammer des Saarlandes begrüßt das Sonder­investitionsprogramm. Hauptgeschäftsführer Thomas Otto warnte aber: „Nur Geld in das System zu stecken, reicht nicht aus.“ Notwendig seien auch mehr Personal sowie multiprofessionelle Teams aus Lehrkräften, Schulsozialarbeitern und Schulpsychologen. Nur so könnten die Berufsschulen die Herausforderungen, mit denen sie genauso konfrontiert seien wie die allgemeinbildenden Schulen – Inklusion, Digitalisierung, Integration –, bewältigen.