Referendare machen heute vor dem Landtag ihrem Ärger Luft

Referendare machen heute vor dem Landtag ihrem Ärger Luft

Saarbrücken. Mit einer Kundgebung vor dem Landtag wollen heute die Referendare der Berufsschulen im Saarland ihren Unmut über das Bildungsministerium zeigen. Sie kritisieren, dass - entgegen der jahrelangen Praxis - nicht alle nach ihrer zweijährigen Ausbildung in den Schuldienst übernommen werden

Saarbrücken. Mit einer Kundgebung vor dem Landtag wollen heute die Referendare der Berufsschulen im Saarland ihren Unmut über das Bildungsministerium zeigen. Sie kritisieren, dass - entgegen der jahrelangen Praxis - nicht alle nach ihrer zweijährigen Ausbildung in den Schuldienst übernommen werden. Unterstützt werden sie dabei von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und dem Verband der Lehrerinnen und Lehrer an wirtschaftlichen Schulen (VLW). Zuvor hatte bereits die Opposition Kritik geäußert. Ihren Angaben zufolge sollen nur 12 von 20 Referendaren übernommen werden. Mit dem Thema beschäftigt sich heute auch der Landtag. Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) werde zur Kundgebung kommen und mit den Referendaren sprechen, hieß es gestern aus seinem Ministerium."Die Kurzfristigkeit und der Zeitpunkt der Ankündigung, dass nicht alle eingestellt werden sollen, überraschen", sagte die Vorsitzende des VLW Saar, Sabine Peters-Klein. Die Referendare hätten kaum die Möglichkeit gehabt, sich anderweitig zu orientieren. Angesichts des Unterrichtsausfalls an Berufsschulen sei das nicht nachzuvollziehen. Die GEW kritisiert, dass ausgebildete Berufsschullehrer mit den Zweitfächern Sozialkunde und Wirtschaftskunde, Sport und Religion nicht eingestellt werden sollen, im Sommer auch nicht die Referendare der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften. ukl

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