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Vergewaltigung in Dillingen machte Schlagzeilen
Pro Jahr 100 vorgetäuschte Straftaten im Saarland

Den Tätern drohen Strafen von bis zu drei Jahren Haft.
Den Tätern drohen Strafen von bis zu drei Jahren Haft. FOTO: Felix Kästle / dpa
Saarbrücken. 2015 registrierte die Polizeistatistik 105 Fälle, ein Jahr später waren es 102. Von Pascal Becher
Pascal Becher

Im Saarland kommt es SZ-Recherchen zufolge alljährlich zur einer Vielzahl von vorgetäuschten Straftaten. 2015 registrierte die Polizeistatistik 105 Fälle, ein Jahr später waren es 102. Den Tätern drohen dabei Strafen von bis zu drei Jahren Haft – wie womöglich jetzt einer 20-jährigen Frau aus dem Regionalverband Saarbrücken. Sie hatte vor anderthalb Wochen bei der Polizei gemeldet, dass sie am Dillinger Bahnhof von drei Syrern bedrängt und von einem vergewaltigt worden sei. Erst als ein Zug eingefahren sei, habe der Migrant von ihr abgelassen und die drei Männer seien geflüchtet. Ermittlungen der Polizei zeigen aber, dass der sexuelle  Übergriff offensichtlich frei erfunden war. Gegen das vermeintliche Opfer wurde inzwischen ein Verfahren eingeleitet.


Wie die Polizei gestern mitteilte, war auch ein angeblicher Raub­überfall auf eine Filiale einer Fastfood-Kette in Homburg Ende November vorgetäuscht.