Stück über Freundschaft mit Rabe Socke

Stück über Freundschaft mit Rabe Socke

320 Zuschauer verfolgten in der ausverkauften Wehrdener Kulturhalle das neue Abenteuer des kleinen Raben Socke und seiner Freunde. Anlass für die Tour war der 20. Geburtstag der bekannten Kinderbuch- und Filmfigur.

Die rot-weiß geringelte Socke, die er am linken Fuß trägt, ist sein Markenzeichen. Seine Fantasie und sein Einfallsreichtum machen ihn zum Helden bei seinem jungen Publikum und im Freundeskreis, zu dem Wolle Schaf, Stulle Wildschwein, Hase Löffel und Eddi der Bär gehören. Das Gegenstück zur Socke am Fuß hisst er in seinem Nest, wenn er mit seinen Kumpels spielen will - was fast immer der Fall ist.

Kindlicher Charakter bleibt

Und am Sonntagnachmittag stellte er sich mit dem "Theater auf Tour" im Rahmen des Kinderprogramms der Völklinger Kulturmeile den Kindern in der Wehrdener Kulturhalle vor. Selbstverständlich hatte der kleine Rabe Socke alle seine Freunde mitgebracht. "Heute ist mein Bestimmertag", kündigt er denn auch gleich forsch an. Auch wenn erst der Vortag zu seinem Geburtstag ist. Eigentlich ist es das 20. Wiegenfest, zu dem der gefiederte Freund der Kinder gerade auf Tour ist. Doch Zeichnerin Anett Rudolph und Autorin Nele Moost, quasi die Eltern der erfolgreichen Figur aus Kinderbuch und Film, haben ihm selbstverständlich seinen kindlichen Charakter erhalten.

Seine Freunde im Wald schätzen ihn. "Rabe Socke wird nie müde, die Welt ist ihm zu klein, ihm fällt immer was ein", singen sie. Schließlich ist die Vorführung als Musical ausgelegt. Was dem jungen Publikum - laut den Organisatoren Lars Hüsslein und Christoph Eugen vom städtischen Veranstaltungsmanagement ist die Veranstaltung mit 320 Zuschauern ausverkauft - prima gefällt. Einige der jungen Fans singen mit, andere tanzen auf oder vor ihrem Stuhl. Und im Takt klatschen sie selbstverständlich auch.

Als Kapitän auf der zum Piratenschiff umgebauten Bühne duldet der Rabe keinen Widerspruch, so dass seine Kumpels bald die Lust an der Kaperfahrt verlieren. Kurz bevor es zum Streit kommt, greift Frau Dachs ein. "Ich habe euer Lieblingsgericht gekocht: Nudeln." Die Freude ist so groß, dass die Freunde minutenlang nur noch singen: "Nudeln, Nudeln, Nudeln." Die Zeile "wär schön, wenn jeder was kriegt" liefert schon einen Hinweis auf das Drama, das sich anbahnt. Socke wird zum Egoisten, missgönnt seinen Kameraden die leckere Soße zu den Nudeln. Wieder Streit. Als Socke die Soße, die er nicht haben darf, ausschüttet, platzt Frau Dachs der Kragen: "Wenn du nicht bis morgen das liebste Tier im Wald bist, gibt es kein Geburtstagsgeschenk!"

Unschlagbares Team

Oh weh! Der Supergau. Ein Geburtstag ohne Geschenke? Schlimmer geht es nicht. Schnell ist es nach der Pause wieder mucksmäuschenstill. Denn alle wollen wissen, wie sich der kleine schwarze Vogel aus der misslichen Lage manövriert.

Ob und wie ihm das gelingt? Das wird an dieser Stelle nicht verraten, für alle, die das Stück noch nicht gesehen haben. Nur so viel: Es heißt, Sockes Einfallsreichtum sei riesengroß, und gemeinsam bilden Socke, Stulle, Wolle, Löffel und Eddi ein unschlagbares Team.

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