Keine Zufahrt in der Sackgasse

Kanal und Fahrbahn in der Fürstenhausener Treppenstraße müssen dringend in Schuss gebracht werden. Am Mittwochabend erfuhren die Anwohner, was das für sie bedeutet: zeitweilige Sperrung der Straße und Kostenbeiträge. Doch am Schluss der Bürgerversammlung gab es keinen Einspruch.

Wegen einer umfassenden Sanierungsmaßnahme müssen sich die Bewohner der Treppenstraße in Fürstenhausen auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Am Mittwochabend wurde das Projekt im evangelischen Gemeindehaus vorgestellt. Wegen des schlechten Zustandes von Kanal, Straße und Gehwegen sieht der städtische Fachbereichsleiter Heinz Beck "dringlichen Handlungsbedarf". Die Arbeiten sollen Ende November starten und bis spätestens Ende April 2015 abgeschlossen sein.

Achim Schwarz vom beauftragten Ingenieurbüro und Thomas Trenz vom städtischen Fachdienst Straßen-, Brücken- und Kanalbau erläuterten den gut 30 Besuchern die Einzelheiten. Im unteren Teil wird der Kanal von einem Privatgrundstück in die Straßenmitte verlegt und komplett erneuert. Bis voraussichtlich Mitte Dezember kommt es zu Sperrungen. Da es sich um eine Sackgasse handelt, werden die Bewohner ihre Häuser zeitweise nicht anfahren können.

Im oberen Bereich gehen die Arbeiten dann in geschlossener Bauweise weiter. In den bestehenden Kanal wird ein Rohr eingezogen. Zum Schluss folgt die Erneuerung der Straße. Der Fußgängerbereich wird ohne Bordsteine niveaugleich ausgebaut.

Während der Sanierung der Straße müssen sich die Bürger auf eine vier- bis sechswöchige Komplettsperrung einstellen. Und auch finanziell kommt es zu Belastungen:

Die eventuell notwendige Erneuerung defekter Kanalanschlussleitungen zahlen die Anwohner. Bei der Sanierung der Gehwege werden die Eigentümer ebenfalls zur Kasse gebeten. Gemäß der städtischen Ausbausatzung werden 60 Prozent der Kosten auf sie umgelegt. Nach der ursprünglichen Kalkulation, erläuterte Beck, müssten die Hauseigentümer zusammen 16 200 Euro zahlen. Doch der Betrag wird geringer ausfallen: Zum einen hat die RAG zugesagt, sich an der Sanierung der Straßen- und Gehweg-Oberflächen zu beteiligen. Zum anderen wird die Gesamtmaßnahme wohl rund 80 000 Euro billiger als ursprünglich geplant. Das Vergabeverfahren ist aber noch nicht endgültig abgeschlossen.

Zeitweise erinnerte die Veranstaltung mehr an eine Ratssitzung als an eine Bürgerversammlung. Die Kommunalpolitiker diskutierten mit Beck darüber, was genau im Stadtrat entschieden wurde. Im Kern ging es um die Frage, ob man die Bürger stärker hätte in die Planung mit einbeziehen sollen. Bei der Abstimmung am Ende der Versammlung waren die Stadt- und Ortsratsmitglieder dann aber nicht gefragt. Beck wollte von den Bürgern wissen, ob sie mit den Plänen einverstanden sind. Das Votum war eindeutig: Es gab keine Gegenstimme.

Ansprechpartner bei der Stadt für die Bauausführung ist Thomas Trenz, Telefon (0 68 98) 13-25 45.