Zurück zur alten Torgefahr

Zwei Tore in drei Spielen, das ist Günter Erhardt zu wenig. Der Trainer des Fußball-Oberligisten SV Röchling Völklingen fordert mehr Angriffslust – und zwar am Samstag im Heimspiel gegen den TuS Mechtersheim.

Günter Erhardt fand klare Worte. Nach der 0:1-Niederlage des SV Röchling Völklingen bei der TSG Pfeddersheim hatte der Völklinger Trainer vor einer Woche gesagt: "Wir haben über das gesamte Spiel keine Torgefahr ausgestrahlt und im Angriff versagt." Jetzt, vor dem Heimspiel in der Fußball-Oberliga an diesem Samstag, 14.30 Uhr, gegen den TuS Mechtersheim, fordert er eine Reaktion.

"Wir müssen dieses Spiel auch gewinnen, um in drei bis vier Spielen nicht alles kaputt zu machen, was wir uns in den vergangenen Monaten aufgebaut haben", sagt Erhardt. Aus den vergangenen drei Partien holte seine Truppe nur einen Punkt. Völklingen rutschte in der Tabelle von Platz fünf auf acht ab. "In Hauenstein (1:2, Anm. d. Red.) und in Pfeddersheim kann man auch mal verlieren, hinzu kam das unglückliche 1:1 zuhause gegen Ludwigshafen in der letzten Minute. Trotzdem ist ein Punkt natürlich zu wenig und wir müssen dringend wieder torgefährlicher werden", sagt er. Mechtersheim steht mit 19 Punkten auf Platz 13 und ist vier Punkte entfernt vom SVR. Erhardt sagt aber: "Wir wollen weder auf die Tabelle noch auf den Gegner schauen, sondern sind gut beraten, uns auf unsere eigene Leistung zu konzentrieren."

Die größten Sorgen bereitet ihm dabei die Offensivreihe. Zwei Tore in den vergangenen drei Partien erinnern an die Anfangsphase der Saison, als der Angriffsmotor ebenfalls stockte. Doch Erhardt baut auf die gute Heimbilanz seines Teams. "Wir können im eigenen Stadion jeden schlagen und wollen unsere Heimstärke unter Beweis stellen. Wir müssen bis zur Winterpause noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um nicht unnötig in der Tabelle abzurutschen", sagt er.

Fünf Spiele sind es noch bis zur Winterpause, bis dahin will Völklingen zumindest die 30-Punkte-Marke knacken. Sieben Punkte müssen dazu noch her. Vor allem zuhause kann Völklingen selbstbewusst auftreten: Im eigenen Stadion holte das Team vier Siege und drei Unentschieden. Darum sind auch gegen Mechtersheim Punkte eingeplant. Mit einem Heimsieg will Völklingen zudem verhindern, ins graue Mittelmaß der Oberliga abzurutschen. Dazu muss die Mannschaft vor allem wieder eines tun: sich mehr Torchancen erarbeiten.