| 20:49 Uhr

Völklinger City-Open-Airs
„Wir sind eine Mitmachband“

Mal rockig, mal nachdenklich: Die Musiker der Band Elliot am Donnerstagabend im gut besuchten Völklinger Pfarrgarten. 
Mal rockig, mal nachdenklich: Die Musiker der Band Elliot am Donnerstagabend im gut besuchten Völklinger Pfarrgarten.  FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Finale fürs diesjährige City Open Air: Im Pfarrgarten gab’s den Auftritt der Band Elliot – und ein Luftballonmeer. Von Andreas Lang

Einer der Elliot-Rocker freut sich immer ganz besonders auf seine Konzerte im Pfarrgarten. Denn als Völklinger hat der Keyboarder bei den City Open Airs ein echtes Heimspiel. Und so lässt Jörg Simon seine Freude gleich zu Beginn raus: „Ich bin Völklinger vom Heidstock und es ist genial, nach langer Zeit mal wieder hier zu spielen.“


Erstmals mit Timo Jenewein als neuem Sänger – und auch der ist in der Hüttenstadt kein Unbekannter. Unter anderem hat er sich einen Auftritt im ZDF-Fernsehgarten auf seinen musikalischen Steckbrief geschrieben; die Völklinger kennen ihn aber eher als einen der Sieger beim Karaoke-Song-Contest beim Saarfest.

Von der Elliot-Urbesetzung ist neben Groß nur noch Mitbegründer Christoph Waltner an der Gitarre mit dabei. Während Tom Kullmann, ebenfalls Gitarrist, noch in den Anfangsjahren zur Cover-Rockband stieß, kamen Schlagzeuger „Nelly“ Jürgen Nellinger und Bassist Sebastian Letter erst später hinzu. Jenewein ist zuletzt Anfang Mai eingestiegen.



„Bilder von dir“ gibt’s zur Eröffnung. „Wir grooven uns so langsam ein“, so Timo anschließend, um aber gleich zu betonen: „Wir sind eine Mitmachband.“ Und als solche würden sie den Pfarrgarten immer wieder auffordern, im Takt zu klatschen, mitzusingen und direkt vor die Bühne einzuladen. Tastenmann Jörg fühlt sich auch am Hauptmikrofon wohl, singt „Save tonight“, später wird er noch mit einer Grönemeyer-Nummer zu Tränen rühren: „Gib mir mein Herz zurück.“ Auch „Flugzeuge in meinem Bauch“ wird gespielt, ein Stück, das laut seinem Sänger unbedingt zu Elliot gehöre.

Meist aber herrscht Heiterkeit im gut besuchten Pfarrgarten. „Hulapalu“, besser bekannt durch seinen Eröffnungsjodler „Hodi-Hodi-Hodi-Ho-Dijä“, „Ohne dich schlaf ich heut‘ Nacht nicht ein“ – da singt man gerne mit.

Wenig später horcht Achim, selber Gitarrist, auf. „Journey, eine meiner Lieblingsbands“, erkennt er nach wenigen Noten. „Don‘t stop believin’‘“ – und wenig später gibt es Lob für die Band: „Fast perfekt gespielt.“

„Die zweite Hälfte ein bisschen rockiger?“ Gerne. „Runaway“, „Rebel Yell“, „Here I go again“. Ach ja, Mitsingen ist ja auch gefordert. Klappt prima zu „Die Chöre singen für dich“, einer schier endlosen „Oh-oho“-Passage sei Dank.

Und dann noch eine Überraschung, die sich Gastwirtin Tina Stiller ausgedacht hat. Sie hat in der laufenden Konzertreihe den Imbiss übernommen, während die Getränkeversorgung nach wie vor in Händen des von Christa und Harald Mörsdorfs angeführten Teams des Bistro „Jean-M“ liegt. Wirtin Tina verteilt plötzlich Luftballons. Einige hat sie selbst aufgeblasen, andere gibt sie so raus. „Passt genau“, freut sie sich, als die Elliots den nächsten Titel anstimmen: „99 Luftballons“.

Das Luftballonmeer hinterlässt auch bei den Musikern Eindruck. Und so zeigt sich auch Keyboarder Jörg zum Finale seines Heimspiels berührt: „Tolle Atmosphäre und das an einem Donnerstagabend mitten in der Woche.“ Gefolgt von seinem Appell: „Lasst diese City Open Airs nicht sterben.“