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Kolumne
Abtauchen in andere Welten

Kommentarkopf Ulrike Paulmann
Kommentarkopf Ulrike Paulmann FOTO: SZ / Robby Lorenz
Vorfreude ist was Wunderbares. Und diese Woche gab es für diejenigen Völklinger, die gerne mal den Trott hinter sich lassen und in andere Welten abtauchen wollen, so einige Gründe, dem Wochenende beziehungsweise der nächsten Woche entgegenzufiebern – hier einige Beispiele. Von Ulrike Paulmann

Da wäre zum einen das Autokino am Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Es begann am Donnerstag und endet am Sonntag. Nachdem es in der City schon lang kein Kino mehr gibt, ist es für hiesige Cineasten etwas Besonderes, einen Kinoabend vor der Haustür zu erleben.


Klar, an der Hütte gibt’s keinen Saal mit Kinosesseln, die allein schon unzählige Geschichten erzählen könnten. Und auch nicht das kinotypische Drumrum von der einzigartigen Atmosphäre (toll) bis zum penetranten Popkornzermalmer (nervig). Dafür bekommen die Gäste aber das unvergleichliche, nahezu nostalgische Autokino-Gefühl, wenn man es sich im Sitz des eigenen Wagens gemütlich macht, gebannt mit den Protagonisten auf der Leinwand mitfühlt, den Ton aus dem Autoradio hört und dabei sowohl Mitgebrachtes als auch Gekauftes schnabuliert.

Voller Vorfreude dürften, zum anderen, schon die Völklinger sein, die gerne in Bücherwelten versinken: Am Montag öffnet wieder das Bücherantiquariat der Lions. Nach vielen Jahren in der Poststraße werden die gebrauchten Schmöker knapp zwei Monate lang in der Rathausstraße zum Kilopreis angeboten, für einen guten Zweck. Und auch wenn es wohl schon bessere Zeiten fürs Buch gab (da waren wir wieder bei der Nostalgie) – die Veranstalter konnten bisher kein sinkendes Interesse feststellen. Im Gegenteil. Gut so.



Auch Musikfreunde haben sich sicher längst ein dickes Kreuz im Kalender der nächsten Woche gemacht. Denn am Donnerstag steht mit dem Benefizkonzert der Wirtegemeinschaft (siehe Seite C 3) die Quasi-Zugabe der City Open Airs im Pfarrgarten an. Live-Musik satt: Noch so eine phantastische Gelegenheit, den Alltag mal Alltag sein zu lassen.