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Beliebte Konzertreihe im Pfarrgarten
Auftakt mit echten Völklinger Jungs

Schon zum Eröffnungskonzert der Völklinger City-Open-Airs mit „As it happens“ drängten sich die Besucher im Pfarrgarten.
Schon zum Eröffnungskonzert der Völklinger City-Open-Airs mit „As it happens“ drängten sich die Besucher im Pfarrgarten. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Die City-Open-Airs erlebten vier Völklinger Jungs bereits als Kinder mit. Nun durften sie selbst die diesjährige Reihe im Pfarrgarten einläuten. Von Andreas Lang

Seit fast zwei Jahrzehnten gehören sie zu Völklingen – die City-Open-Airs, die beliebten Umsonst-Freiluftkonzerte im Pfarrgarten. Und so sagt Christiane Blatt in Doppelfunktion als Oberbürgermeisterin und Vorsitzende des Vereins Kulturgut in ihrer kurzen Eröffnungsansprache mit Fug und Recht: „Wenn die City-Open-Airs beginnen, ist in Völklingen der Sommer angekommen.“


Im Vergleich zur Vorsaison gibt es einige Neuerungen, vor allem die Grillstation an der Kirchenmauer. „Bit am Markt“-Wirtin Tina Stiller betreibt sie mit ihrem Team: „Und wir freuen uns riesig auf diese Veranstaltungen.“ So gibt es neben Grillwürsten unter anderem erstmals Schwenker zu den donnerstäglichen Konzerten im Pfarrgarten. Jean-M-Wirt Harald Mörsdorf ist nach wie vor für den Ausschank zuständig. Er erläutert den Hauptgrund für die Veränderung an der Grillstation: „Die Warteschlange hat uns sonst immer den Zugang zum Lokal verstellt, das wollten wir anders regeln.“ So mancher Besucher muss sich da zuerst noch orientieren. Eine typische Unterhaltung vergangenen Donnerstag: „Sag’ mal, gibt es keine Rostwürste mehr?“ „Doch, aber da drüben.“ Und Minuten später: „Hat prima geklappt, schmeckt prima.“

Neu im Pfarrgarten auch die Band. „As it happens“ – vier erstaunlich junge Musiker, die hier und da noch etwas steif wirken. Was gerne verziehen wird. „Die Jungen müssen mal ran, ganz richtig so“, meint Stammgast Siggi Braun. Zumal die Jungs auch einige Male aus sich raus gehen, was gut im mitmachwilligen Pfarrgarten ankommt.



Lampenfieber kennen die vier offenbar nicht. „Angespannt ja, aber nicht nervös“, so beschreibt es Bassist Lukas Grün Minuten vor dem Auftritt. Schließlich wurde das Quartett unter anderem schon mit einem Preis der Musikschule Püttlingen ausgezeichnet. Und auch das schon zum Eröffnungskonzert zahlreich erschienene Publikum belohnt den Auftritt mit Beifall.

„Der Wahnsinn hier, das macht richtig Spaß“, so die Gitarristen Philipp Adam und Christian Knopp zur Pause. Schlagzeuger André Trouvain: „Etwas ganz Besonderes, gerade, wenn man als junger Völklinger mit dieser Reihe aufgewachsen ist und jetzt auf dieser Bühne spielen darf.“ Dass das Repertoire fast nur aus Titeln aus der Jugend ihrer Väter, wenn nicht sogar ihrer Großeltern besteht, ist für den Drummer selbstverständlich: „Alles tolle Titel, die auch uns gefallen.“ Rock ‘n‘ Roll in der Hauptsache. Zu Beginn nach Art der Led-Zeppelin-Hardrocker, später in noch älteren Versionen von Elvis und Co. „Rebel Yell“ wird gerockt, gerne auch AC/DC. „It‘s a long way to the top, if you wanna Rock‘n‘Roll“: „Es ist ein langer Weg an die Spitze, wenn du Rock ‘n‘ Roll magst“, wie Rocklegende Bon Scott sein anfangs beschwerliches Leben besungen hat. Vielleicht auch ein Fingerzeig für „As it happens.“ Das Erinnerungsselfie mit dem Publikum im Rücken ist für die junge Band jedenfalls Pflicht.